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schufut

mhd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
9 in 8 Wb.
Sprachstufen
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12

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schufut m.

Bd. 15, Sp. 1837
schufut, m. 11) der uhu, strix bubo, auch schubut Adelung ('in den gemeinen sprecharten'), besonders nd. schûvût, schûvôt Schiller-Lübben 4, 160b, schuvût Richey 249. brem. wb. 4, 725. Schütze 4, 87. Danneil 188b, als nd. noch bei Frisch 2, 230b aufgeführt, in Ost- und Westpreuszen schuwut, schufut, schuwit, schubut, schubit Frischbier 2, 325b, ndl. schuyfût, schoefût Kilian, auch verhochdeutscht in schufuosz Dief. nov. gloss. 60b, schuffaus Frischlin nomencl. cap. 41: kein adler, rab, krae, und schuffausz, hackt dem andern die augen ausz. Rollenhagen froschm. (1595) Mm 4a, schaufaus, schaufaut (s. diese oben th. 8, 2339). daneben schaffut Nemnich 2, 1377, ndl. schavuyt, schaffuyt Kilian, schafeytlin, schafittl, schaffickel (s. diese unter dem letzteren oben theil 8, 2034), schaufeule, schubuteule, schufeule Nemnich 2, 1377. über die herkunft dieser bildungen vgl. schaffickel oben a. a. o. schon Frisch 2, 230b vermuthet für schufut entstehung aus frz. chouette, das er wieder auf schuhu (vom heiseren geschrei des vogels) zurückführt, nach Wachter 1470 an anderem ort auf kauz: die nacht-eule sihet des nachts .. wie auch die andern nachtvögel, der uhu (schufuth), die ohr-eule, das keutzlein. Comenius (1657) 149; dar kumpt nicht hen wer wyff efte man, ja, in eyneme gantzen yar, so grote wyltnisse is al dar, sunder de ule unde de schufuth. Reinke de Vos 2449 Prien; dar (in der grammatik) steit: 'eine schlange, ein schuffueth, ein hund, eine dame, ein luchs, ein adder bunt, de werden vör generis dubij geholden', wyl man nicht weet offt se sindt als se scholden. Lauremberg 3, 255 Braune; Abel. und wenn ihr klug seid, gimpel, geht ihr auch. Daniel. ein gimpel? lieber noch als eul' und schufut. Tieck 3, 194. 22) nd. auch als schelte (vgl. den letzten beleg) Strodtmann 207, unnützer, elender mensch brem. wb. 4, 725, dort als imperat. bildung zu ût schuven, ausstoszen erklärt, die auch zu schuft zusammengezogen würde. das in gleichem sinne übliche ndl. schavuit wird bei Kilian jedoch für eine übertragung von 1 erklärt: schavuyt, nebulo, tenebrio, furcifer. noctuam in magna Italiae parte vulgo civettam vocant, (inquit Lil. Greg. Gyraldus) eodemque vocabulo hominem nihili et lucifugam. est enim noctua avis omnibus avibus contemptui et ridicula. vgl. oben schuft, m. nd. sagt man he geit as een schuvuth, armselig, lumpicht gekleidet Richey 249. brem. wb. 4, 726. Schütze 4, 87, nach Richey vielleicht, weil die eule ein häszlicher vogel ist und nd. auch sonst eine person, die mit verworrenen haaren geht, eene ruge uhle genannt wird. Hennig führt nach Frischbier 2, 325b in seinem preuszisch. wb. an schubut, in den kleidern unordentlicher, häszlicher mensch. diese anwendungen entsprechen dem unter 1 erwähnten gebrauche von schuft, während die erklärung des brem. wb.: 't is een rechten schûvut (f. schuvût?), er ist ein lumpenhund 4, 726 zu schuft 2 stimmt. 33) schoufout als name für ein gerät des schuhmachers wird im nd. correspondenzbl. 11, 39 aus Westfalen angeführt.
3045 Zeichen · 68 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schufutstm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    schofut , schufut stm. BMZ eule, schufut, bubo Dfg. 83 a , n. gl. 60 b . vgl. schafitelîn.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    schûfût

    Mittelniederdeutsches Wb.

    schûfût , -fôt s. schûvût.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schufut

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Schufut , oder Schubut, des -es, plur. die -e, in den gemeinen Sprecharten, ein Nahme der größern Eulenarten, welche…

  4. modern
    Dialekt
    Schufut

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Schufut (gesprochen meist Schuwut), Schuhut m. Uhu, bubo bubo: bubo 'Schuffuth' Chytr. 377; 'Schuffhuet' (1693) Bär. Ges…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schufut

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Zerlegung von schufut 2 Komponenten

schu+fut

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