schufut,
m. 11)
der uhu, strix bubo, auch schubut Adelung ('
in den gemeinen sprecharten'),
besonders nd. schûvût, schûvôt Schiller-Lübben 4, 160
b, schuvût Richey 249.
brem. wb. 4, 725. Schütze 4, 87. Danneil 188
b,
als nd. noch bei Frisch 2, 230
b aufgeführt, in Ost- und Westpreuszen schuwut, schufut, schuwit, schubut, schubit Frischbier 2, 325
b,
ndl. schuyfût, schoefût Kilian,
auch verhochdeutscht in schufuosz Dief.
nov. gloss. 60
b, schuffaus Frischlin
nomencl. cap. 41: kein adler, rab, krae, und schuffausz, hackt dem andern die augen ausz. Rollenhagen
froschm. (1595) Mm 4
a, schaufaus, schaufaut (
s. diese oben th. 8, 2339).
daneben schaffut Nemnich 2, 1377,
ndl. schavuyt, schaffuyt Kilian, schafeytlin, schafittl,
schaffickel (
s. diese unter dem letzteren oben theil 8, 2034), schaufeule, schubuteule, schufeule Nemnich 2, 1377.
über die herkunft dieser bildungen vgl. schaffickel
oben a. a. o. schon Frisch 2, 230
b vermuthet für schufut
entstehung aus frz. chouette, das er wieder auf schuhu (
vom heiseren geschrei des vogels)
zurückführt, nach Wachter 1470
an anderem ort auf kauz: die nacht-eule sihet des nachts .. wie auch die andern nachtvögel, der uhu (schufuth), die ohr-eule, das keutzlein. Comenius (1657) 149; dar kumpt nicht hen wer wyff efte man, ja, in eyneme gantzen yar, so grote wyltnisse is al dar, sunder de ule unde de schufuth.
Reinke de Vos 2449
Prien; dar (
in der grammatik) steit: 'eine schlange, ein schuffueth, ein hund, eine dame, ein luchs, ein adder bunt, de werden vör generis dubij geholden', wyl man nicht weet offt se sindt als se scholden. Lauremberg 3, 255
Braune; Abel. und wenn ihr klug seid, gimpel, geht ihr auch.
Daniel. ein gimpel? lieber noch als eul' und schufut. Tieck 3, 194. 22)
nd. auch als schelte (
vgl. den letzten beleg) Strodtmann 207,
unnützer, elender mensch brem. wb. 4, 725,
dort als imperat. bildung zu ût schuven,
ausstoszen erklärt, die auch zu schuft
zusammengezogen würde. das in gleichem sinne übliche ndl. schavuit
wird bei Kilian
jedoch für eine übertragung von 1
erklärt: schavuyt,
nebulo, tenebrio, furcifer. noctuam in magna Italiae parte vulgo civettam vocant, (
inquit Lil. Greg. Gyraldus)
eodemque vocabulo hominem nihili et lucifugam. est enim noctua avis omnibus avibus contemptui et ridicula. vgl. oben schuft,
m. nd. sagt man he geit as een schuvuth,
armselig, lumpicht gekleidet Richey 249.
brem. wb. 4, 726. Schütze 4, 87,
nach Richey
vielleicht, weil die eule ein häszlicher vogel ist und nd. auch sonst eine person, die mit verworrenen haaren geht, eene ruge uhle
genannt wird. Hennig
führt nach Frischbier 2, 325
b in seinem preuszisch. wb. an schubut,
in den kleidern unordentlicher, häszlicher mensch. diese anwendungen entsprechen dem unter 1
erwähnten gebrauche von schuft,
während die erklärung des brem. wb.: 't is een rechten schûvut (
f. schuvût?),
er ist ein lumpenhund 4, 726
zu schuft 2
stimmt. 33) schoufout
als name für ein gerät des schuhmachers wird im nd. correspondenzbl. 11, 39
aus Westfalen angeführt.