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schuckel

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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7 in 4 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schuckel f.

Bd. 15, Sp. 1829
schuckel, f. , nebenform zu schockel, s. dies oben sp. 1435. 11) schaukel, schuckel, die, quasi schiebekel, dicitur etiam alia dialecto schaukel, oscillum Stieler 1781. Steinbach 2, 518. Wachter 1470, heute nur mundartlich Bernd 276. Hertel thür. sprachsch. 222. Bernd 276. im vergleich: juden sind die ermesten leute unter allen völckern auf erden, werden hie und da geplaget, sind hin und her in landen zerstrewet, haben kein gewissen ort, da sie gewisz kondten bleiben, sitzen gleich wie auff einer schuckel, müssen jmmer besorgen, man treibe sie aus. Luther tischr. (1568) 439b. daher heiszt es von einem, der in unsicheren verhältnissen lebt, er sitzt auf der schuckel: wie sie (die Zwickauer) sich haben horen lassen, das sie sollten herren sein und der pfarrherr knecht, der alle tage auf der schuckel säsze. Luther br. 4, 228; das es (das reich) nicht wancket, noch schlottert, wie es zuvor unter David schlottert, das er jmer auff der schuckel sasz, und kunds nicht bringen, dahin er wolt. schriften 6, 131b; und mus jn gehen, wie Cain dem bruder mörder gen. 4 du solt nogvonod sein auff erden, unstet und flüchtig, das heiszen wir nirgend heim, auff der schuckel und woge sitzen, keinen gewissen fusz noch raum haben. 8, 121b; eines christlichen predigers weyb sitzt stettigs mit jrem man auff der schuckel, und musz alle augenblick zur pilgramschaft bewegt sein. Mathesius 130 ps. (1565) G 3a; denn das blut (Christi) drucket und engstiget sie (die juden), das sie inn aller welt schüchter und flüchtig sein, wie Cain, unnd müssen alle augenblick auff der schuckel sitzen, und wider blut schwitzen. hist. Jesu Christi 2 (1568), 25a; wie sie (Rebecca) auch mit jrem hauszwirt jmmer auff der schuckel sitzen musz, und von eim ort an das ander, wie ein rechte zigeinerin ziehen. hochzeitspr. (1579) 38a. 22) rheinisch für 'wiege' Pfister nachtr. 268. 33) furcille, possunt dici dy schuckeln am wagen Trochus Q 5a (Dief. 253a). vgl. furcale, lünse. runge Dief. 253a. nov. gl. 186a. 44) schwäb. ist schuckel liederliche weibsperson Schmid 482, wo schoke, scortum verglichen wird. nach Germ. 23, 5 gehört dies zu skakan, also in den gleichen zusammenhang. vgl. schuck 2 und schuckeln. 55) auch das im Bregenzer wald übliche schuggel, f., schulter, besonders gebeugte, wird bei Schm.2 2, 369 hierher gezogen. vgl. die achseln schucken unter schucken 1.
2403 Zeichen · 48 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    SchuckelDie

    Campe (1807–1813) · +4 Parallelbelege

    † Die Schuckel , Mz. — n , im N. D. die Schaukel.

  2. modern
    Dialekt
    Schuckelf.

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Schuckel f. Wiege für etwas größere Kinder, die in der Längsrichtung bewegt wird Pa Suck .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schuckel

15 Bildungen · 15 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von schuckel 2 Komponenten

schuc+kel

schuckel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schuckel‑ als Erstglied (15 von 15)

schuckelbruch

DWB

schuckel·bruch

schuckelbruch , m. nordthür. nachgebender, sumpfiger wiesenboden. Kleemann 20 b . vgl. schuckeln und bruch , palus oben theil 2, 410.

Schuckeler

DRW

schuc·keler

Schuckeler, m. Vagabund, Bettler, Spieler herrlose, gartende knechte und andere landtregken, starke bettler, schukeler und allerley leichtfe…

schuckelfest

DWB

schuckel·fest

schuckelfest , n. festum mobile Wachter 1470 , also ein fest, dessen datum schwankt ( vgl. schuckeln ), z. b. ostern im gegensatz zu weihnac…

schuckelicht

DWB

schucke·licht

schuckelicht , adj. zu schuckeln, vacillans, titubans, oscillo jactatus Stieler 1781 . verkürzt schuckelt ( Weigand 4 2, 647, vgl. formen wi…

schuckelig

DWB

schuckelig , adj. schaukelnd, wackelnd Bernd 276 . Frischbier 2, 320 a , vgl. das vorige.

Schuckelkasches'

MeckWB

Schuckelkasches' f. Volkstanz: wo de Buer springt Schuckelkasches' (1895) Wa Jab .

schuckelmeier

DWB

schuckel·meier

schuckelmeier , m. , in Hamburg spottname der Dänen, die als seefahrendes volk meist den schaukelnden schiffergang haben.

schuckeln II

RhWB

schuckeln II schw.: 1. -ug- naschen Goar-Trechtingshsn , Kobl-Bend . — 2. -yg- saugen, lutschen MGladb-Helenabrunn .

Schuckelrad

Campe

schuckel·rad

† Das Schuckelrad , — es, Mz. — räder , ein schuckelndes, d. h. schaukelndes, schwankendes Rad. »— und auf der Asche stand ein umlaufend und…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schuckel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schuckel/dwb?formid=S18194
MLA
Cotta, Marcel. „schuckel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schuckel/dwb?formid=S18194. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schuckel". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schuckel/dwb?formid=S18194.
BibTeX
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