Eintrag · Rheinisches Wb.
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- 2 in 2 Wb.
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schnaddern, schnäddern das Wort, nhd. schnattern entsprechend, ist allg. (nicht Selfk, wo schātern), u. zwar durchweg -ad-; doch -arərə Nahe (doch auch -ad-), Saarbr-Heusw, Saarl-Ittersd, Zell-Blankenr, Koch-Wirfuss, OAltk; -ār- Birkf-Idar, Simm-Laub, Bernk-Crummenau, Siegld »schwatzen«, -ad- von den Gänsen, mit den Zähnen klappern; -ǫr- Zell-Briedel, Koch-Ernst; Hunsr, wo -ad-, aber -ār- »schnarren, von Metallstücken«; NMosfrk -d- [Saarbg in einem best. Geb. -d-; Ruwert -d-]; -ād- Kobl-Kaltenengers, vielfach in Neuw, Altk, Berg (u. -ad-), uWupp [-āərn Gummb-Nümbrecht], -ęd- Saarl-Berus, May-Bell, Sieg-Fussh, Dür-Derichsw, Erk-Körrenz, Dinsl-Aldenr; -āt- Schleid-Dreiborn Lückerath, Barm, NKemp, Kref, Erk-Wegbg, Geld, Mörs, Klev, Rees, Dinsl, Ess (im Anschluss an schātərə) [-ęt- Mörs-Repelen, Klev-Appeldorn]; vielfach begegnet schon nach dem Nhd. -at- schw.: 1. wie nhd., von Enten, Gänsen Allg.; gackern, von Hühnern Bitb-Usch, Prüm-Kopp; locken, von den Krammetsvögeln Sol [Mörs-Orsoy -āt- von Enten usf., aber nicht auf Menschen übertr.]. — 2. von Menschen. a. verächtl. viel, schnell, überlaut, schreiend, gedankenlos sprechen, so dass man dabei einen kreischenden Ton hört; die hält sech de ganze Dag am schn.; die schnaddert sech jet zesamme (zerech), — an enem Stöck; ein Gebet (der-) her-, heraf-, herongerschn. rasch, sinnlos herableiern Rip, Allg.; das R schnarrend sprechen Verbr. RA.: He schnaddert wie en Gans Geilk-Oidtw, Allg. — b. vor Kälte mit den Zähnen klappern; zittern vor Kälte, auch bei Fieber (Schüttelfrost), Angst; der schnaddert van luter Kält, — met den Zänn (Zähnen); auch de Z. schn. em (openander) Rip, Berg, Mosfrk, Rhfrk u. Mörs-Repelen Orsoy; et is so kalt, dat mer zirert on schnarert Rhfrk, Allg.; de schnaddert en alle Knoche Goar-Salzig, Ottw-Uchtelfang. — c.α. äne schn. einen trinken, genehmigen Zell-Bärenb. — β. schnarren, brummen, bes. von langen, schmalen Metallstücken, die in Schwingungen versetzt werden u. dadurch einen schnarrenden Ton erzeugen Simm. — Abl.: die Schnadder(er)ei, dat Geschnadder(sch), der Schnadderer, die Schnadderersch(e).
Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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modern
Dialektschnaddernintr. v.
Lothringisches Wb. · +1 Parallelbeleg
ElsWB PfWB RhWB schnaddern [šnàdərn Bo. D. Si. ; šnàdrə Ri. Ha. ; šnàtərə Bi. ; šnèdərn Vbg. ] intr. v. 1. schnattern wi…
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Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit schnaddern
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‑schnaddern als Zweitglied (1 von 1)
Wadenschnaddern
RhWB
Waden-schnaddern -šnarərə Saarbr-Heusw n.: verächtl. Zittern in den Beinen.