Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
schlingrabe m.
schlingrabe , m. eigentlich verschlingender, gefräsziger rabe. vgl. schlingen , glutire. 1 1) bezeichnung eines wasservogels, der geschickt ist im fangen von fischen und sie gierig hinunterschlingt, der schlucker, seerabe, plancus, corvus lacustris Adelung, pelecanus carbo Campe . 2 2) in älterer sprache der früheren gestalt von schlingen gemäsz als schlindrabe, schlindrapp, von einem gefräszigen menschen: ( wer ) luogt wo syg guot fleisch und fisch ob das schon vor eym andern lytt grifft er, und nymbt das doch zuo zyt .. den selben man eyn schlyndrapp nennt. Brant narrensch. 110 a , 63 Zarnck…