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schlingbaum

nhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
5 in 5 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schlingbaum m.

Bd. 15, Sp. 723
schlingbaum, m. bezeichnung mehrerer pflanzen. 11) K. v. Megenberg schlägt slingbaum als namen für den epheu vor, mit ausdrücklicher beziehung auf slingen, nectere (vgl. schlingen III, 2): edera haiʒt ain epaum oder ain ertpaum, aber er hieʒ pilleicher ain slingpaum, wan er slinget sich über al auf die maur oder auf die want, dar zuo er sich gesellet. 321, 25. 22) als übersetzung von fraxinus begegnet bei demselben slintpaum: fraxinus haiʒt ain slintpaum in etleicher däutsch. 324, 14. das adj. dazu lautet bei ihm slintpäumein: und daʒ slintpäumein (fraxineus) holz ist niht gar weiʒ, eʒ ist nâhent aschenvar. 22; wol in gleichem sinne: cantarides haiʒent paumwürm, die zuo obrist auf den esten wahsent an slintpäumeinen paumen oder an andern paumen auʒ fäuhten. 299, 29. der beschreibung des baumes nach (s. 324. 325) scheint er die esche zu meinen, deren regelmäszige lateinische bezeichnung fraxinus ist. wenn Weigand recht hat, der den namen mit slinden, heutigem schlingen, glutire zusammenbringt und dadurch erklärt, dasz die blätter der esche als viehfutter dienen (wb.4 2, 591), so würde das wort heute der umbildung des verbums zu schlingen gemäsz (s. dieses unten) wahrscheinlich schlingbaum lauten. 33) nhd. heiszt gewöhnlich der kleine mehlbaum, viburnum lantana schlingbaum. Tabernaemont. (1664) 1461 C. Frisch 2, 200b. Adelung. Nemnich 2, 1561. Höfer 3, 96. Oken 3, 1856. Pritzel-Jessen 434b, nach Adelung wegen der schlanken zweige (so auch nach Frisch a. a. o.), die zu vogelschlingen benutzt werden (vgl. schlingenbeere), oder durch umbildung des slav. kalina (demin. kalinka), der bezeichnung des verwandten wasserholunders, viburnum opulus, deutsch auch kalinke, kalinkenbeere (s. dieses oben theil 5, 64). demnach scheint es, als ob die bezeichnung ganz andern ursprungs ist als das unter 2 erwähnte mhd. slintpaum. möglicherweise liegt aber doch das gleiche wort vor. dafür spricht bair. schlinden neben schlingen, viburnum lantana, und die adjective schlinden, schlindbäumen, viburneus Schm.2 2, 526 (vgl. slintpäumein unter 2), weiter das bei Tabernaem. (1664) 1461 C als ndl. name dieses strauchs angeführte cleyne essche, schlieszlich, dasz die pflanze ähnliche chemische eigenschaften hat wie die esche. cimbr. heiszt sie slimbid, wahrscheinlich entstellt aus sling-bid, schlingweide. cimbr. wb. 232b. 44) auch der färber- oder gerberbaum, sumach, rhus coriaria, heiszt so. Stieler 115. Adelung. Nemnich 2, 1156. 55) unverständlich ist die bei Schm.2 2, 526 angeführte glosse schlindbaum, trumus.
2560 Zeichen · 56 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schlíngbaum

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Schlíngbaum , des -es, plur. die -bäume. 1) Der Sumach; Rhus coriaria L. (S. Adelung Färberbaum .) 2) Der Mehlbeerba…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schlingbaum

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schlingbaum , s. Viburnum .

  3. modern
    Dialekt
    Schlingbaum

    Bayerisches Wörterbuch

    Schlingbaum Band 1, Spalte 1,1485

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