Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Schleckermaul
Schleckermaul
schlecken Vb. ‘mit Genuß lecken, naschen, Süßigkeiten essen’, frühnhd. slecken ‘naschen’ (15. Jh.) und die verwandten Verben mhd. slicken ‘schlingen, schlucken’, mnd. slicken ‘schlecken, lecken, naschen’, mnl. slicken, nl. slikken ‘schlucken, schlingen’ sowie (ablautend) anord. sleikja ‘lecken’, schwed. (mundartlich) sleka stellen sich mit anlautendem s- zu den unter 2lecken (s. d.) angeführten Formen der dort angegebenen Wurzel ie. *leiĝh- ‘lecken’. – Schleckerei f. ‘Naschsucht, Leckerbissen’ (16. Jh.). Schleckermaul n. ‘wer gern nascht’ (17. Jh.).