Schlaue das Wort,
mhd. slouwe »Spur, Fährte« entsprechend, ist Rip, Berg
n. einschl. Prüm, Schleid-Berg, Aden-Rodder Staffel, Neuw-Linz Dattenbg Dernb Giershf, Altk-Weitef, Siegld-Kromb bis Geilk-Baesw Hünshv Puffend, Erckörrenz, Grevbr-Schaan, Neuss-Büttgen Vorst, rrhn. bis MülhRuhr, Mettm, Lennep [südl. abseits noch Wittl-Binsf Reil, Goar-Morshsn, Koch, Kobl, May, Daun-Strohn;
n. abseits noch Heinsb-Stdt, Rees-Brünen
(-), Mörs-OMörmter
(-øy), u. zwar
-ǫ·u. [
-·y. Aden-Reifferschd Rodder, Ahrw-Kräling Sinzig, Eusk-Bliesh Elsig Wichterich Zülp, Rheinb meist, Bo-Witterschlick, Köln-Weiss, Dür-Stockh Stdt, Sieg-Fussh, Waldbr-Bladersb, Gummb-Drabenderhöhe, uWupp, Sol. Düss-Erkr, Mettm-Cronenbg Haan, Barm, Elbf;
-·y.χ Neuw-Ockenfels Linz] Pl.
-ə(n), Demin.
-·y.χə(n), –kə(n [in Sieg, Köln auch
-χə]
f.: 1.a. flache Rinne, Bodensenkung geringer Tiefe u. Breite, aber desto grösserer Länge, im Gelände, im Felde, auf dem Wege; bei geneigtem Gelände setzt die
Schl. in der Höhe spitz an, erweitert sich allmählich u. läuft unten breiter aus; auch eine enge Schlucht, ein Seifen u. ein Hohlweg ist eine
Schl. Allg.
Et würd immer keilder (kälter),
wenn am Ovend der Hei (Nebel)
durch de Schl. eropküt Sol. — In Barm, Elbf
šl·y. Schlucht, Tälchen u. Gegend;
he wönnt (wohnt)
en die Schl. in der Gegend;
in weckere (welcher)
Schl.? in welcher Gegend, wo? — b.
f.: vom Wasser, starkem Regenguss ausgehöhlte Rinne im Felde, natürliche u. mit einer Hacke gezogene Wasserrinne, etwa in der Wiese; ausgefahrenes Karrengeleise;
et Wasser hat sich en Schl. gegrave; en Schl. (in der Wiese)
ushaue Allg.
En Schl. erofdrohn Erde u. Steine, die durch das Graben zu viel nach unten kamen, im
Wingert nach einigen Jahren wieder herauftragen uMos. — c. vereinzelt besondere Rillen. — α. der enge Raum zwischen zwei Häusern oder zwischen Haus u. Garten Prüm-Steffeln, Neuw-Stdt, Bo-Stdt, Köln-Nippes. — β. Waldschneise Gummb-Drabenderhöhe Hesselb Lantenb, Lennep-Strassweg, Bergh-Bedbg, Dür-Stockh (
s. auch Schnaue, Synon. bei Schneise). — γ. durch den Schnee gebahnter Weg, wobei der Schn. zu beiden Seiten sich auftürmt May-Stdt
(-ę·i.), Rees-Brünen
(-ǫ); Spur des Wildes Siegld-Eiserf OSchelden. — δ. gepflasterte Quergasse Prüm-Mürlenb, Koch-Stdt Clotten, Siegld-Kromb, Jauchekanal Jül-Tetz. — ε. Tümpel im Bache Eusk-Bliesh. — ζ. Rillenartiges. — αα. Kerbe im Holz Eusk-Dirmerzh, Bo-Olsd, Bergh-Zieverich; R. in der Schulbank für Griffel
u. dgl. Ahrw-Remagen; Scharte in Schneidwerkzeugen Mörs-OMörmter
(-yw); Falte am Körper; Rille, die ein Bindfaden in ein festverschnürtes Paket (
u. dgl.) eingräbt Siegld. — ββ. Delle im Hute Eusk-Zülp, Erk-Körrenz. — γγ. Falte im Gesicht MüEif, uWupp, Hombg.; Schleimkanal unter der Nase Jül-Tetz; Höhlung zwischen den Schulterblättern der Kuh Daun-Strohn. — δδ. die Naht an der Zwetsche Altk-Weitef. — εε. Fasern, an den Nähten alter Kleider zwischen dem umgeschlagenen Stoffe sitzend,
dat es Schl. Ahrw-Sinzig; — ζζ.
-χən eine beim Stricken entstehende ungleiche Linie Köln-Stdt. — 2.a. lange Reihe zusammengeharkten Heues auf der Wiese;
et Hei of Schl.ə mache Wittl-Reil;
-āif, Pl.
-wə Spreite des gerupften Flachses Goar-Morshsn. — b. die Reihe der Kartoffeln, welche man beim Ausgraben hinter sich aufs Feld wirft;
dat es en schin (denn) Schl. Koch-Treis.