Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
schippen
schippen
Schippe f. Bezeichnung für ein schaufelartiges Gerät. Mnd. schüppe, nd. Schuppe, Schüppe, md. Schüpp, Schöpp, Schippe (16. Jh.), mnl. scoppe, scuppe, nl. schop ‘Spaten’ wird im 17. Jh. in der entrundeten md. Form Schippe in die Literatursprache aufgenommen; vgl. mit hd. Lautung mhd. schipfe ‘Schaufel, Grabscheit’. Das Substantiv gehört zur Intensivbildung (obd.) schupfen, (md. nd.) schuppen, schüppen ‘heftig stoßen’ und weiter (wie Schaufel, s. d.) als ‘Gerät, mit dem oder auf das etw. geschoben wird’ zu der unter schieben (s. d.) angeführten Wurzelerweiterung ie. *skeub(h)- ‘(flink) dahinschießen, schieben, stoßen’. Dazu in neuerer Zeit die umgangssprachliche Redensart jmdn. auf die Schippe nehmen ‘ihn verspotten, aufziehen’; vgl. jmdm. die Schippe geben ‘ihn fortjagen’ (18. Jh.), wohl zu Schippe in der Bedeutung ‘Wippe, Gerät zum Fortschleudern’ (mhd. schupfe, schuppe ‘Wippe’). – schippen Vb. ‘mit der Schippe arbeiten, wegschaffen’ (17. Jh.).