schiffleute,
plur. bemannung eines schiffes, matrosen, mhd. schifliute, schefliute,
mnd. schiplude,
im ältern nhd. auch schefleute, schifleute: das zu den schiffleuten gehört,
nauticus Dasypodius; schiffleute,
nautae Frisch 2, 181
a; sô vil genâden hât der klain vogel von got, daʒ sich die schefläut der vierzehen tage fräwent der fridsamen zeit auf dem mer. Megenberg 172, 10; von den schifluten her Claus Berman (
als zunftmeister). Mone
zeitschrift für gesch. des Oberrheins 8, 303; de schiphere schal aver den schipluden huren ein gut schip.
Hamburger schiffsrecht bei Schiller-Lübben 4, 100
a; und Hiram sandte seine knechte im schiff, die gute schiffleute, und auff dem meer erfaren waren, mit den knechten Salomo.
1 kön. 9, 27; die eltesten und klugen von Gebal musten deine schiff zimmern, alle schiff im meer und schiffleut fand man bey dir.
Hes. 27, 9; da er wider haim faren wolt auf dem mer, namen im die schifleut alles guet, wolten in darzue ermördt haben. Aventin
chron. 1, 276; fürausz hin bey 80 welscher meil fanden wir das aller höchst ort, so unsere schiffleut je gesehen heten. Franck
weltb. 217
b; wo man sich der feind, zu schiff oder wasser, uberfall besorget oder vermutet, so wirdt oder ist zuvor alles kriegszvolck, sampt den schiffleuten, jedes an sein gehörig ort geordnet. Fronsperger
kriegsb. 1, 162
b; die schiffleut schiffeten also lang, bisz sie kamen an die port der heyden genannt, und luden den Peter also ab.
buch der liebe 42
c; es stund ein schiff am port, mit seylen angehefftet, lär one schiffleut und volck. 179
c; man sagt, dasz wann die schiffleute auff dem hohen meer noch ferne vom lande seyen, und der wind durch disz edle land ihnen entgegen streiche, so sol ihnen die lufft gar eine sonderbare krafft geben. Schuppius 151; wer verständig ist, der versucht auch aus der ungelegenheit selbst, eine gelegenheit zu machen, und das unebene zu ebenen: sich hierinnen den niederländischen, wohlversuchten schiefleuten vergleichend, die nicht allein mit halben, sondern auch mit allerley widerwärtigen winden, wo nicht geschwinde fortzukommen; doch aufs wenigste etwas zugewinnen wissen. Butschky
Pathm. 403; wenn die schiffleute nach Indien fahren wollen und den weg verfehlet.
Schelmufsky 62
neudr.; Toulon, so auch dem könig von Franckreich zuständig, und eine seestadt ist, da unsere schiff-leuth etwas bley, bech und andere sachen zu laden hatten. Heberer
churpfälz. Robinson 1, 96; dasz sie (
die fässer) denen schiffleuten, wegen verborgener felsen zur warnung angehenckt wären. 3, 240; ein halb schiffbruch leidendes kaik mit einem general am bord vertrieb unsere schiffleute von ihrem standplatz. Grillparzer 16, 177; dieselben schifliutemuosten dô gên Îrlande kêren.
Gudrun 136, 4; das ander führet Schmackebarth, seiner geburth jüdischer arth, an hahr und barth uberall schwartz und war der schiffleute wundartzt.
froschm. Vv 6
a; wer von des meers gestaad zu schöner sommerzeit das wetter und das meer, die schif und die schifleut in stiller ruh und frewd .. gesehen. Weckherlin 719;
auch von fluszschiffern: dô sprach von Burgondender hêrre Gêrnôt 'hiute muoz ich sorgenûf lieber vriunde tôt, sît wir der schifliuteniht bereit hân, wie wir kommen übere'.
Nib. 1509; bestellten schifleut, so regirten, und die jung manschaft wol anführten. Fischart 2, 184, 179
Kurz; item von erst ist vermerckcht, das die vier und zwaintzig genassen bey iren starkchen aufgerakchten aiden gesagt haben alle die recht, die dann hat der edel herr her Ulreich Eytzinger von Eytzing mit seiner schiffung in dem urfar und auch der schefflewt, die da heiszen die gnassen.
weisth. 3, 699; wan ain schefman annymbt gevasst wegen, welherlay das wêr, und vert dahin in stillem wetter, und kumbt ain weter an in auf dem wasser, das gots gewalt ist, und das doch scheflewt an dem scheff sint, maister und genassen, das inn gots gewalt das schef nymbt .. 704; die schiflte mit glubden und eiden berechtung thun sollen, das soliche wahre und kanfmanschaft den Rinstram .. noch auch die stat Kollen nit berrn .. sollen. Mone
zeitschr. für gesch. des Oberrheins 9, 70.