Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch
Schifffahrt
Schifffahrt, f., auch n.
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[privileg] das er ... einsten in dem jar ein scheffart mit salz ... ab fur unser maut S. und in der Tonau auf an unseren maut stetten maut frei faren sol1412 Rockinger [hierher?]
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von dem wasszer rechte. alle zachen, die von schiffart vnd zeefarende sachen seyn, die gehorn in das wassir recht vnd geborn dem rathe zcu richtennach 1422 Danzig(Hirsch) 75 Faksimile
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interdict ... das etwas gebauwen sey oder einer bauwen wölle in dem wasser ..., das durch sollichen bauw die schiffart gehindert werd1436 (ed. 1516) Klagsp.(Brant) 14v Faksimile
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[auf] die zölle der schiffart des Oderstrombs soll die chammer ... jr fleissig aufsehen haben1557 ZSchles. 11 (1871) 15
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die fischerey mit dem geflochtenen langen strauch und die were mussen nicht vergonnet werden, so man daß schiffart und flossen haben wil1578 Nostitz,Haushaltb. 70 Faksimile
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die schiffmeister und ire knecht söllend uf der schiffart des oberwassers dhein schiff lenger füren, dann zweig jar1584 GasterLsch. 113 Faksimile
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es sollen alle wasserfluͤsse, da die schifffarth gehen, an ihren freyen stroͤmen mit wehren nicht verbawet [werden]1608 Scheplitz,Stat. 478
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wie dann auch niemand zu schiffahrt gelassen ... werden soll, er habe denn ordentlich und gerichtlich dargethan, daß er [in einer churfuͤrstl. stadt eigen haus und schiff besitze]1700 HambGSamml. VI 328 Faksimile
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alle bey der schiff- und strohmfahrt sich eraͤugnende streitigkeiten ... sollen in Koͤnigsberg von dem zur admiralitaͤtscammer verordneten licentkollegio [entschieden werden]1727 PreußSeeR. X 1
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das recht die schifffahrt ... einzurichten und dabey wasserzoll, hafen-, anker-, schiff- ... geld ... zu erheben, ist in Deutschland nicht so wichtig1758 v.Justi,Staatsw. II 191 Faksimile
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worauf sich das landesherrliche wasserpolizeyrecht erstreckt, sind die sicherheit, befoͤrderung und bequemere einrichtung der schiffarth1785 Fischer,KamPolR. III 6 Faksimile
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die schifffahrt auf solchen flüssen [öffentlichen ströhmen] ist ... einem jeden erlaubt1794 PreußALR. II 15 § 47
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stoz ... umb ... die schiffart zu Thune1341 BernStR. III 120 Faksimile
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under den menschen sein etlich gueter gemain allen völkhern, also das auch ainem ieden frembden gebürt dieselben zu geprauchen, doch dem so gerechtigkait daselbst hat on nachtail, als scheffart auf schefreichen wassern, die mag ain ieder prauchen, doch bezal maut zol und ander vorderung1528 ZeigerLRb. 231 Volltext
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das unsere burger des h. reichs underton ... ire commertia und gewerb oistwarts nach irer heischenden notturft treiben, der freien schiffart gebrauchen [mogen]1570 MittStArchKöln 17 (1889) 102
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dass die stadt [Lübeck] dem grafen [Adolph] ... solle erlegen ... zweyhundert [marck lübisch] ... für die freye schiff-fahrt auf der Elbe1739 Westphalen,Mon. I 918 Faksimile
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das schiffarth verlassen für 6 jahre ad 30 gulden jährlich an H.W.1751 PublLux. 51 (1903) 329
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[dass] die reichsgesetze ... die freie schifffart ausgesprochen [haben]1804 Gönner,StaatsR. 634 Faksimile
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unter der oberaufsicht des finanzministeriums [stehen] ... zoͤlle, posten, schifffahrt, chausseen, regalien1810 Aschaffenburg/Pölitz,Verf. I 1 S. 49 [hierher?] Faksimile
als Ladung auf einem Schiff beförderte Menge; auch als Maßeinheit
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zwischen den zwain gemerkchtten, das man aus dem vrfar sol schifften mit den scheffen, die in das vrfer gehorent, von ainer scheffart sol man nemen der herschafft sechtzehen phenning1450 NÖsterr./GrW. III 701 [hierher?] Faksimile
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einen freybrief um 6 schöffart osterweines auf der Donau1460 BairLT. V 10 Faksimile
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dafur mir sein k. gnad genediclich hat zusagen lassen ainen freybrief hinauf auf ain scheffart wein und auf ain scheffart saltz herab zu geben15. Jh.? MHabsb. I 3 S. 357
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souil mir an den ... zwain scheffertenn an mewtten und aufslegen gepurt15. Jh.? MHabsb. I 3 S. 357
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se man, þe ætfleo fram his hlaforde oððe fram his geferan for his yrhþe, si hit on scipfyrde, si hit on landfyrde, þolige ealles þæs þe he age his agenes feores [der Mann, welcher durch seine Feigheit entflieht von seinem Herrn oder seinen(-em?) Gefährten, sei es im Schiffsheer, sei es in der Landwehr, verliere alles, was er besitzt und sein eigenes Leben]um 1027 Liebermann,AgsG. II Cn 77
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in dussem breue, dat R.W. ... unse borgere alse vorordente der gemenen schipffarde unser stadt1545 J.G. Kohl, Das Haus Seefahrt zu Bremen (Bremen 1862) 15