Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
schiedlich
schiedlich
Schiedsrichter m. ‘ehrenamtlicher, unparteiischer Vermittler in privaten Streitfällen, Schlichter’ (schidißrichter, 15. Jh.), heute im Sport ‘unparteiischer Beauftragter bei Wettspielen, der die Einhaltung der Regeln kontrolliert und Entscheidungen trifft’, ist wie älteres Schiedsmann m. ‘Vermittler, Schlichter’ (17. Jh.), mhd. schid(e)man (Plural schidliute), gebildet zu spätmhd. schit, schiet ‘Scheidung, richterliche oder schiedsrichterliche Entscheidung’, Verbalabstraktum zu ahd. skidōn ‘unterscheiden, einteilen, trennen’. Daneben (bis ins 18. Jh.) auch Scheidmann m., mhd. scheidman (13. Jh.), frühnhd. Scheyyd(es)man (15. Jh.), zu ahd. skeidan ‘teilen, trennen, entscheiden, beilegen’. Schiedsspruch m. ‘die einen Streit schlichtende Entscheidung’ (16. Jh.). Vom Substantiv ist ebenfalls abgeleitet schiedlich Adj. ‘friedlich, ohne Streit’, mhd. schid(e)lich ‘scheidend’, besonders ‘einen Streit entscheidend, friedfertig’. Die Wortgruppe gehört letztlich zu scheiden (s. d.).