Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
scheisze f.
scheisze , f. diarrhoea, proluvies alvi, merda ( mundartlich als m.: der scheiszen Spiess 209 ), vom verb. scheiszen gebildet ( s. dieses ), mhd. schîʒe, mnd. schîte Schiller-Lübben 4, 104 a , mnld. schijte Kilian, mit häufiger apokope im md. und nd. älter bezeugt ist die mundartlich in Oberdeutschland bewahrte verbalableitung die scheiszet ( Schm. 2, 475 , als n. bei Schöpf 598 ), ahd. scîʒata Graff 6, 560 , im altnord. ist ein starkes m. skítr belegt. 1 1) in älterer sprache vorwiegend und ohne vulgären klang im sinne von durchfall: diarrhoea, die schisse Dief. nov. gloss. 133 b ; der die sc…