Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Salweide f.
Salweide f.
Salweide f. Der Name der trübgrüne Blätter tragenden Weide ahd. salahwīda (Hs. 13. Jh.), mhd. salewīde, mnd. sal(e)wīde ist eine verdeutlichende Zusammensetzung mit dem unter 1Weide (s. d.) behandelten Baumnamen. Das erste Kompositionsglied bildet ahd. salaha ‘Salweide’ (um 800), mhd. salhe, das mit aengl. (angl.) salh, engl. sallow, anord. selja, schwed. sälg und lat. salix, mir. sail (Genitiv sa(i)lech) auf ie. *sal(i)k- ‘Weide’ zurückgeführt werden kann, eine k-Erweiterung der Wurzel ie. *sal- ‘schmutziggrau’, zu der auch Salz (s. d.) sowie ahd. salo ‘dunkelfarbig, trübe’ (8. Jh.), mhd. sal ‘dunkelfarbig, welk’, aengl. salo ‘schwärzlich, dunkel’, engl. sallow ‘blaß, fahl’, anord. sǫlr ‘schmutzig, bleich’, norw. sal ‘bleich’ (germ. *salwa-), ferner lat. salīva ‘Speichel’, russ. solóvyj (соловый) ‘gelblichgrau’ und air. sal, sa(i)le ‘Schmutz’ gehören. Der Baum ist nach seinen graugrünen Blättern benannt.