Hauptquelle · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
sachan
sachanAWB st.v. VI (prät. suoh, suochun, part.prät. gisachan), seit dem Ende des 8. Jh.s in Gl. und in B, GB, LB, BB: ‚(sich zer-)strei- ten, zurechtweisen, schelten, tadeln, Vor- würfe machen, Rechtsstreit führen; citatus [= sachanti], discordare, increpare, iurgare, litigare, obiurgare, reri‘, substantiviert sachan ‚Streit, (An-)Klage; querela‘ 〈Var.: -h(h)-, -hch-〉. Früher belegt ist die Entsprechung zu gisachan ‚verurteilen‘ (s. d.) als run.-vorahd. 3.pl.ind.prät. gasokun auf der Gürtelschnalle von Pforzen (ca. 550–600).