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rûzen

ahd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

EWA
Anchors
8 in 6 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
18
Verweise raus
17

Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

rûzen

rûzen sw.v. I, seit Anfang des 9. Jh.s in
zahlreichen Gl.: ‚schnarchen, knarren, ächzen,
zischen, schwirren, sausen; resonare, rudere,
runcare, stertere, stridere‘, substantiviert ‚das
Schnarchen; sternutamentum‘, part.präs. rûzenti
‚surrend; stridulus‘ (mhd. rûzen sw.v. ‚ein Ge-
räusch machen, rauschen, summen, schnar-
chen, brüllen‘, frühnhd. rauszen sw.v. ‚ein Ge-
räusch machen [von Tieren], schnarchen‘ [Dt.
Wb. 14, 318], schweiz. rûssen, rûzen sw.v.
‚brüllen [von Tieren], knurren, grunzen, gurren,
summen, [laut] schnarchen, murren, rumoren‘
[Schweiz. Id. 6, 1447–1449 rûssen²; Stalder,
Versuch eines schweiz. Id. 2, 264], bair. raußen
sw.v. ‚jmdn. wild und ungestüm anreden‘
[Schmeller, Bayer. Wb.² 2, 141]; mndd. rûten,
rôten sw.v. ‚rasselnd atmen, röcheln‘; vgl. afries.
hrūtende adj. ‚röchelnd‘). Deverbale Bildung.
S. rûzan. – rûzenAWBAWB n. a-St., Gl. 4,122,57 (12. Jh.):
‚Schnarchen, Schnauben; sternutamentum‘.
Substantivierter Inf. S. rûzen sw.v. I. – rûzôdAWB m.
a- oder i-St., Gl. 2,684,24 (1. Viertel des 12.
Jh.s, alem.): ‚Zischen; stridor‘. Verbalabstrak-
tum mit dem Fortsetzer des Suff. urgerm.
*-ōþu- (vgl. Krahe-Meid 1969: 3, § 124, 1) mit
Überführung in die a- oder i-St. S. ruûzôn,
-ôd/-ôt. – rûzônAWB sw.v. II, seit dem 10. Jh. in Gl.:
‚schnarchen, zischen, schwirren, sausen; ster-
tere, stridere‘, part.präs. rûzôndi ‚surrend; stri-
dulus‘. S. rûzan. – ûzrûzônAWB Gl. 2,684,35 (1.
Viertel des 12. Jh.s, alem.): ‚entschwirren; stri-
dere‘. – rûzungaAWB f. ō-St., seit dem 10./11. Jh. in
Gl.: ‚Schnarchen, Niesen, Knarren; clangor,
sternutatio, stertitio ?, stridor‘ (mhd. rûzunge
st.f. ‚Schnauben, Schnarchen‘; vgl. mndl. rutinge
f. ‚Summen, Schnurren‘). Verbalabstraktum
mit dem Fortsetzer des Suff. urgerm. *-unǥō-
(s. -inga). S. rûzôn. – Ahd. Wb. 7, 1305 ff.;
Splett, Ahd. Wb. 1, 779; eKöbler, Ahd. Wb. s. vv.
rūzen, rūzōd, rūzōn, ūzrūzōn, rūzunga; Schütz-
eichel⁷ 269; Starck-Wells 501; Schützeichel,
Glossenwortschatz 8, 51 f.
2036 Zeichen · 108 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    rûzen

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA) · +1 Parallelbeleg

    rûzen sw.v. I, seit Anfang des 9. Jh.s in zahlreichen Gl.: ‚schnarchen, knarren, ächzen, zischen, schwirren, sausen; res…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    rûʒenstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    rûʒen stn. das lärmen, brüllen etc. dâ wart ein michel rûʒen: die swertslege man schallen hôrte Karlmeinet 24,32.

  3. modern
    Dialekt
    ruzen

    Rheinisches Wb.

    ruzen -ūts- vereinzelt Altk-NFischb schw.: sich unruhig hin- u. herbewegen. — Abl.: die Ruzerei, dat Geruze.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ruzen

3 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

ruzen‑ als Erstglied (1 von 1)

ruzen als Zweitglied (1 von 1)

Underprûzen

MNWB

Underprûzen , nom. pr.: preußisches Gebiet an der Weichsel, „ Swantepolck de starkede sick wedder mit hulpe siner veddern ut Vorpamern und e…

Ableitungen von ruzen (1 von 1)

gerûʒen

Lexer

ge-rûʒen swv. BMZ lärmen. als er danne gerûʒet unde gedraset Neidh. 201,11.