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ruhmredig

nhd. bis sprichw. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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6 in 6 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

ruhmredig

ruhmredig

Ruhm m. ‘hohes Ansehen’. Das im Dt. und Nl. begegnende Substantiv ahd. (h)ruom (8. Jh.), mhd. ruom, ruon, (md.) rūm ‘Lob, Ehre, Prahlerei’, asächs. hrōm, mnd. rōm, mnl. nl. roem ‘Ruhm, Ehre’ (germ. *hrōma-) stellt sich mit (anders abgeleitetem) asächs. hrōð ‘Ruhm’, aengl. hrōþor ‘Trost, Freude, Nutzen’, got. hrōþeigs ‘ruhm-, siegreich’ (germ. *hrōþa-), ahd. (h)ruod- in Personennamen (vgl. Rüdiger, Rudolf) zu der unter rufen (s. d.) angeführten Schallwurzel ie. *kar(ə)- ‘laut preisen, rühmen’. Auszugehen ist wohl von einer Bedeutung ‘Freudengeschrei’, die sich einerseits über ‘kriegerisches Selbstlob’ zu ‘Prahlerei’, andererseits über ‘Preis, Lob anderer’ zu ‘Ansehen, Ehre’ entwickelt. – rühmen Vb. ‘jmds. Ruhm verkünden, jmdn. lobend hervorheben’, ahd. (h)ruomen ‘(sich) rühmen, prahlen’ (8. Jh.), mhd. rüemen, ruomen, (md.) rūmen, auch ‘froh sein, jubeln’, asächs. hrōmian ‘sich rühmen’, mnd. rōmen ‘rühmen, prahlen’, mnl. nl. roemen ‘rühmen, loben, preisen’, aengl. hrīeman, hrȳman, hrēman ‘rufen, schreien, prahlen’. berühmt Adj. ‘weithin bekannt, überall hoch angesehen’, spätmhd. berüemet, eigentlich Part. Prät. von mhd. berüemen, ahd. bi(h)ruomen ‘sich rühmen’ (um 1000); Berühmtheit f. ‘berühmte Persönlichkeit, anerkannter guter Ruf, Ruhm’ (1. Hälfte 16. Jh.). rühmlich Adj. ‘rühmens-, lobenswert, löblich’, ahd. (h)ruomlīh ‘überheblich’, mhd. rüem(e)lich ‘lobenswert, ruhmredig, prahlerisch’; vgl. ahd. (h)ruomlīhho Adv. ‘ruhmredig, prahlerisch’ (8. Jh.). ruhmlos Adj. ‘ohne Ruhm, Verdienst’ (17. Jh.). ruhmredig Adj. ‘prahlerisch’ (1. Hälfte 17. Jh.), älter rhumrettig (Luther), rumretig (Sachs), zu mhd. ruomreiticheit ‘Prahlerei’, ruomereiten, (md.) ruomerēden ‘sich rühmen’, eigentlich ‘sich Ruhm bereiten’ (zum Grundwort s. bereit), dann volksetymologisch an reden angeschlossen. ruhmvoll Adj., mhd. (md.) rūmvol.
1837 Zeichen · 75 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ruhmrêdig

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Ruhmrêdig , -er, -ste, adj. et adv. mit ungebührlichem Ruhme von sich selbst redend, und in dieser Gesinnung gegründet. …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    ruhmredig

    Goethe-Wörterbuch

    ruhmredig prahlerisch, wichtigtuerisch, angeberisch damit nicht unsere jungen Künstler, vom Ruhme der Ausländer geblende…

  3. Sprichwörter
    Ruhmredig

    Wander (Sprichwörter)

    Ruhmredig Ruhmredigen ist jedermann gram. Schwed. : Skryta gjör förtryta. ( Grubb, 727. )

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ruhmredig

2 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von ruhmredig 2 Komponenten

ruhm+redig

ruhmredig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

ruhmredig‑ als Erstglied (1 von 1)

ruhmredigkeit

DWB

ruhmredig·keit

ruhmredigkeit , f. prahlerei: den Teutschen aber gefiel nichts das übermütige prallen und rhumrehtigkeit der Burgunder. Kirchhof wendunm. 3,…

Ableitungen von ruhmredig (1 von 1)

unruhmredig

DWB

unruhmredig , adj. , gth. v. ruhmredig ( s. d. 1): eure unruhmräthige bescheidenheit bibl. ä. schriftwerke d. Schweiz II 1, 53. unüblich. —

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „ruhmredig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/ruhmredig/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „ruhmredig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/ruhmredig/pfeifer_etym. Abgerufen 14. May 2026.
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Cotta, Marcel. „ruhmredig". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/ruhmredig/pfeifer_etym.
BibTeX
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