Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
rottengeist m.
rottengeist , m. 1 1) unpersönlich, geist, gesinnung, welche sich in der bildung von parteiungen, spaltungen bethätigt. Adelung. 2 2) persönlich gefaszt, von einem menschen, welcher diese gesinnung, neigung hegt; in dieser bedeutung auf religiösem gebiet ein lieblingswort Luthers : die propheten sind narren, und die rottengeister sind wansinnig. Hosea 9, 7 ; das aber hie nicht ein rottengeist zufare, und sauge mir aus dieser schönen rosen des heiligen propheten seinen gifft. werke 5, 53 b ; denn solch evangelium wird kein rottengeist noch lang nicht auffbringen, er sey so klug und gelert er wö…