Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Rhabarber m.
Rhabarber m.
Rhabarber m. Knöterichgewächs mit großen Blättern, deren Stiele zu Kompott verwendet werden. Mhd. reubarber, rebarbe, frühnhd. reubarbar (15. Jh.) ist entlehnt aus gleichbed. spätlat. reubarbarum (woraus auch afrz. reubarbe, frz. rhubarbe), während Rhabarbara, Rabarber (16. Jh.) Einfluß von ital. rabarbaro (aus mlat. rabarbarum) erkennen läßt. Die aus China stammende, teils über Rußland, teils über Indien seit alters zu Heilzwecken eingeführte Pflanze trägt die Namen griech. rhā́ (ῥᾶ), vielleicht in Anlehnung an pers. rēwend ‘Rhabarberart’, und griech. rhḗon (ῥῆον). Griech. rhā́, sekundär auf den alten Namen der Wolga Rhā́ (Ῥᾶ) bezogen (weil man dort den Anbau der Pflanze vermutete oder weil der Export über die Wolga abgewickelt wurde), führt zu mlat. ra-, griech. rhḗon zu spätlat. reu-, die beide, um auf die fremdländische Herkunft hinzuweisen, mit lat. barbarus ‘ausländisch, fremd’ verbunden werden.