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restistal

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EWA
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Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

restistal

restîAWB f. īn-St., im Abr (1,260,2 [Kb, Ra])
und weiteren Gl., im I, T, OT, in B, GB, APs,
im M, bei O, in NMC, HHö: ‚Ruhe, Friede, Ru-
hetag, Ruhestätte, Bett; dormitio, pulpitum,
pulvinar, quies, requies, sabbatismus, torus‘, in
restî liggen ‚der Ruhe pflegen; quiescere‘ (mhd.
reste st.f. ‚Ruhe, Rast, Sicherheit, sicherer Platz,
Ruhestätte, Grab‘, in der juncvrouwen reste ‚im
Kloster‘, frühnhd. reste f. ‚Rast‘, nhd. mdartl.
tirol. †reste f. ‚Schlafbank‘ [Schatz, Wb. d. ti-
rol. Mdaa. 2, 483], schles. reste f. ‚Ruhe, Grab‘,
in der Wendung zu[r] reste gehen ‚zu Ende ge-
hen, sterben‘ [Mitzka, Schles. Wb. 2, 1114
Reste¹]; mndd. reste f. ‚Erholung, Rast, Ruhe-
stätte eines Toten, Grab‘, in der Paarformel
reste und vrēde ‚Friede, Sicherheit‘; mndl. reste
f. ‚Ruhe, Rast, Pause‘, zu metathetiertem erste
f. ‚dss.‘ vgl. Franck 1910: § 106). Der īn-St.
restî, eine Nebenform von rasta, ist deverbal
gebildet (vgl. Matzel 1970: 216 Anm. 312).
S. resten. – restistalAWB m. a-St., Gl. 4,204,43
[= 5,107,16] (1. Drittel des 11. Jh.s, mfrk.) re-
distal: ‚Ruhestätte; sarcile‘. Beim Ansatz
restistal von Splett, Ahd. Wb. 1, 744. 916 bleibt
die Glossierung unklar, da mlat. sarcile n.
‚Tuch aus Wolle oder Leinen‘ (vgl. Niermeyer,
Med. Lat. lex.² 2, 1224) bedeutet. Starck-Wells
488 und eKöbler, Ahd. Wb. setzen dagegen
rîstastal m. a-St. ‚Flachsbündel‘ an und stellen
das Wort zu rîsta f. ōn-St. ‚dss.‘. Diese Deutung
lässt jedoch -stal ungeklärt. Vielleicht ist von
einer Form *restidal auszugehen, dann könnte
man eine Ableitung mit dem Fortsetzer des In-
strumentalsuff. urgerm. *-þla- annehmen (vgl.
urgerm. *bīþla- : ahd. bîhal n. a-St. ‚Beil, Axt‘
[s.d.] mit Übergang von urgerm. *-þl- zu west-
germ. *-χ[a]l; urgerm. *staþla- : ahd. stadal
‚Speicher, Scheune‘; vgl. Krahe-Meid 1969:
3, § 143). Vgl. auch Katara 1912: 145. 283. –
restitagAWB m. a-St., in MF: ‚Sabbat, Ruhetag;
sabbatum‘ (mhd. nur im Komp. kriuzrestetac
st.m.; ae. restedæg st.m. ‚Ruhetag, Sabbat‘).
Determinativkomp. mit subst. VG und HG. S.
restî, tag. – restungaAWB f. ō-St., Gl. 3,252,71 (in 2
Hss., 12. oder 13. Jh. und Anfang des 13. Jh.s):
‚Stillstand; pausa‘ (mhd. restunge st.f. ‚Aufent-
halt‘; mndd. restunc f. ‚Ruhepause, Rast‘;
mndl. restinge f. ‚Erholung, Pause‘). Verbal-
abstraktum mit dem Fortsetzer des Suff. ur-
germ. *-unǥō- (s. -inga). S. resten. – retîAWB f. īn-
St., im Abr (1,120,21 [Pa, Kb]): ‚Schnelligkeit;
agilitas‘. Deadj. Abstraktum. Zum Ansatz
mit -t- vgl. Schaffner 2001: 301–303. S. rad². –
Ahd. Wb. 7, 925 ff.; Splett, Ahd. Wb. 1, 722. 744.
920. 988; eKöbler, Ahd. Wb. s. vv. redī, restī¹,
restitag, restunga, rīstastal; Schützeichel⁷
255. 259; Starck-Wells 475. 482. 488; Schütz-
eichel, Glossenwortschatz 7, 309 (Ansatz radī
für retî). 393.
2851 Zeichen · 143 Sätze

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    restistal

    Althochdeutsches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    restistal Gl 4,204,42/3 ( vgl. Gl 5,107,16) s. ? rîstastal as.

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Cotta, M. (2026). „restistal". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/restistal/ewa
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Cotta, Marcel. „restistal". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/restistal/ewa. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „restistal". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/restistal/ewa.
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