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Rekel

mnd. bis sprichw. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
11 in 9 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
9
Verweise raus
8

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Rekel

Rekel

rekeln, räkeln Vb. reflexiv ‘sich flegeln, sich nachlässig und unfein dehnen’, auch ‘sich ungezwungen, behaglich recken und dehnen’ (1. Hälfte 19. Jh.), nach gleichbed. nd. (sik) rekeln, eigentlich ‘sich schlaksig wie ein Rekel, wie ein Flegel benehmen, dasitzen’, zu nd. Rekel, Räkel m. ‘lang aufgeschossener, grober, ungeschliffener Mensch’, in der Literatursprache Reckel ‘Flegel’ (Mitte 17. Jh.), aus mnd. rekel ‘großer Bauernhund’, das sich ausgehend von einer Bedeutung ‘langer, schmaler Hund’, mit anord. rakki ‘Hund’, schwed. racka ‘Köter’, aengl. ræcc ‘Spürhund’ vergleichen läßt. Weiteres ungewiß. Zu dem unter recken (s. d.) behandelten Verb?
653 Zeichen · 18 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    rekel

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +2 Parallelbelege

    rekel, m. grosser Bauernhund, melampus.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Rêkel

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    2. Der Rêkel , des -s, plur. ut nom. sing. ein nur in den niedrigen Sprecharten übliches Wort, welches neben dem Begriff…

  3. modern
    Dialekt
    Rekel

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Rekel s. Räkel ;

  4. Sprichwörter
    Rekel

    Wander (Sprichwörter)

    Rekel En unbeschuffden Rekel. – Eichwald, 1579. [Zusätze und Ergänzungen] 2 Er ist ein bartscher Rekel. – Frischbier, I,…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit rekel

20 Bildungen · 17 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

rekel‑ als Erstglied (17 von 17)

Rekelei

Campe

reke·lei

Х Die Rekelei , Mz. — en , das Betragen, die Handlungen eines Rekels. S. 1. Rekel .

rekelen

LothWB

reke·len

rekelen [rekələn D. Si. ] intr. v. zurückziehen, zurückschieben (ist Iterativform zu reken rücken). — lux. 357 ebenso.

Rekelhaft

Campe

rekel·haft

Х Rekelhaft , — er, — este , adj . u. adv . einem Rekel, wie auch, einer Rekelei ähnlich. S. Rekel .

rekelik

LW

reke·lik

rekelik, in gehöriger Beschaffenheit, ordentlich, richtig, rechtlich.

rēkelinc

MNWB

reke·linc

rēkelinc , reklinc , m. ( Gen. Sg. -ges ): getrocknete Streifen vom Fleisch des Heilbuttes, „ Rekelink is en visch pictillus” (Voc. Strals. …

rekelmēren

WWB

rekel·meren

rekelmēren V. [verstr.] 1.1. beanstanden, bemängeln ( WmWb ). — 1.2. Einspruch erheben ( Arn Ar ). Diu mast rekelmäiren ( Arn Ar ). — 2. vom…

rekeln I

RhWB

rekeln I -ē:-, –E:- sich daher lümmeln s. räkeln;

rekeln II

RhWB

rekeln II -ē:- = stochen s. rickeln.

rekeln III

RhWB

rekeln III -ēə-, –īə- Siegld schw.: nörgeln, heimlich brummen, tadeln; de reəkelt a allem rem. — Abl.: die Reəkel(er)ei, dat Gereəkel, der R…

rekel als Zweitglied (3 von 3)

pêkprēkel

MNWB

pek·prekel

° pêkprēkel , m. : metallene Spitze eines Spießes oder eines anderen Geräts zum Stechen, „ Pekprekel alse dat korte iseren in deme peke stim…

strēkel

MNWB

° strēkel (Buchdruck:) kleiner Strich als Zeichensetzung, Virgel (B.-C. 1, Nr. 1084).