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reede

mnd. bis Dial. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
11 in 10 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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12
Verweise raus
8

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

reede f.

Bd. 14, Sp. 489
reede, f. ankerplatz für schiffe. ein an den küsten der Nordsee heimisches wort, mnd. rede, reide, auch nur rey (seebuch s. 108b Koppmann); mnl. reede, statio navium portui propinqua, libera a maris tempestate Kilian, jetzt ree; mittelengl. rade, neuengl. road; in die neunord. sprachen aus dem nd. aufgenommen,n. red und rhed, schwed. redd; ebenso führen ital. rada, franz. rade reede auf das deutsche wort zurück. die streng hochdeutsche form würde reite sein, als ort wo man schiffe bereitet, ausrüstet: vergl. reyde het de stede vor de havene, dar men en schip reidet, rede maket to segelende. Schiller-Lübben 3, 438a. das wort wird im 17. jahrh., wie manche andere niederdeutsche seemannsausdrücke, im hochdeutschen bekannt, zufrühest nachweisbar als räde: auf die räde oder anfahrt von Mosambique. Hulsius schiffahrten (1606) 9, 18, vgl. Zachers zeitschr. 13, 441; ferner in der dem hochd. näheren form reide: nachdem etliche schiffe auszer dem hafen segelfertig auf der reide lagen. Simpl. 3, 204 Kurz; dann aber allgemein in der gewöhnlichen niederd. form und in schwankender schreibung, so als reede: reede (neben ree), locus portui proximus, ubi anchoris jactis haerent naves. Schottel 1383; die seefahrenden heiszen eine gesunde reede, wo ein reiner grund, und keine klippen sind, und wo man vor sturmwinden einigermaszen bedeckt ist: eine beschlossene reede, die unter dem geschütz einer nahen vestung liegt, und davon kan bestrichen werden: eine offene reede, da iederman ungehindert ankern, und nach belieben liegen mag. Hübners handlungslex. (1722) 1527; als rehde (Adelung, vergl. auch Schottel unter reeder), früh aber auch schon als rhede: rhede, ort, gegend in der see, wo guter ankergrund. M. Kramer nider - hocht. wb. (1719) 2, 169b; reede räde rhede Frisch 2, 100a; eine schreibung die erst in neuerer zeit zu gunsten von reede wieder aufgegeben ist. das wort ist als kunstwort wie als dichterisches eingebürgert: der ort (Richterswyl) ist hübsch gebaut, hat sehr grosze wirthshäuser .. die rhede ist freundlich, die schiffahrt lebhaft. Göthe 43, 179; dort auf der rhede liegt ein schiff, das ohne harm in sechs bis sieben tagen mit euch bis nach Lepanto fliegt. Wieland 22, 251 (Oberon 6, 8); nein! es beut des uralls öde meinem anker keine rhede! Stolberg 2, 249; fern auf der rhede ruft der pilot, es warten die flotten. Schiller hist.-krit. ausg. 11, 87; und eh er noch das wort gesprochen, hat ihn der jubel unterbrochen, der von der rhede jauchzend schallt. 231; denn nicht buchten empfingen die schiff und bergende rheden; nein, nur geklüft umstarrte den strand, meerklippen und felshöhn. Odyss. 5, 404; und der brander liegt auf der rhede. Freiligrath dicht. 3, 122.
2723 Zeichen · 49 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    reedeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    reede , F. Vw.: s. rēde (1)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Reede

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Reede , S. Adelung Rehde .

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Reede

    Goethe-Wörterbuch

    Reede überwiegend ‘Rhede’ Mole, auch: Kai, Kaimauer; auch ‘auf der R. (liegen/ankommen)’; einmal im Bild Die Einwohnerin…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Reede

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Reede (Rhede) , ein mehr oder weniger gegen Seegang geschützter Ankerplatz für Seeschiffe, meist vor einem Seehafen gele…

  5. modern
    Dialekt
    Reede

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Reede, RhWBN

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit reede

10 Bildungen · 8 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

reede‑ als Erstglied (8 von 8)

Reedekamm

Campe

reede·kamm

Der Reedekamm , — es, Mz. — kämme , bei den Leinwebern, soviel als der Öffner. S. d.

reederei

DWB

reede·rei

reederei , f. arbeit und gewerbe als reeder, genossenschaft derselben: reederei, societas quae navem instruit et mercibus onerat, die ausrüs…

Reederi

MeckWB

reed·eri

Wossidia Reederi f. Reederei: dat wir jo früher all' Reederi (die Baukosten wurden durch Anteile gedeckt, und danach die Gewinne der einzeln…

Reederibauk

MeckWB

Wossidia Reederibauk n. Buch, in welchem die Namen der Schiffe und der Schiffer verzeichnet waren; ein solches hatte de Tidenbringer (1930) …

reede als Zweitglied (2 von 2)