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püster

mnd. bis sprichw. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
7 in 7 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

püster m.

Bd. 13, Sp. 2278
püster, m. , das nd. pûster, püster. 11) blasebalg, blaserohr Schiller-Lübben 3, 393a. brem. wb. 3, 382. Voss ged. 2, 384: ein dicker staub von mehl, der still im püster (= puderpüster) lag. Zachariä renomm. 3, 207. s. v. a. bovist, stauber, staubschwamm Nemnich 3, 449. 22) ein bausbackiger dicker junge, ein kurzer dicker mensch brem. wb. 3, 383; ein aufgeschwollener püsterich. Matthisson erinn. (1825) 1, 76; püster oder püsterich 'ein alter abgott der Deutschen in Niedersachsen, scheinet verehret und also genennet worden zu sein, weil er dicke backen gehabt und feuer ausgeblasen' Richey 195, vgl. J. G. Jacobi 3, 68 anm. Göthe 3, 307 H., anm. 1. Meyer reisehandbuch über Thüringen (1871) 730: abgott der alten Deutschen, welchen sie den dicken püster nennten. Rabener (1755) 2, 27; er blies wie der püster in der kirche zu Dobbran ('eine meklenburg. antiquität'). Hermes Soph. (1776) 2, 461; pusterich, ein götzenbild, gräszlich anzuschauen. Göthe 56, 91 f., vgl. 4, 374.
996 Zeichen · 34 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    pü̂sterm.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    pü̂ster ( puͤster, puister ), m. ( Pl. -e pü̂ster ) : 1. Blasebalg zum Anfachen des Feuers (bes. als Teil der Küchenauss…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Pǖster

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Pǖster , des -s, plur. ut nom. sing. ein eigentliches Niederdeutsches Wort, welches von dem gleichfalls Niederdeutsc…

  3. modern
    Dialekt
    Püster

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Püster pȳstər, Pl. -rn m.: 1. a. was zum Pusten dient. α. Lunge; de het en schlechte P. MülhRuhr . — β. Blasrohr in der …

  4. Sprichwörter
    Püster

    Wander (Sprichwörter)

    Püster Ein dicker Püster. – Körte, 4861. Von dem alten deutschen Götzen Püster entlehnt, der als hässlicher und dicker J…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit puester

12 Bildungen · 11 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von puester 2 Komponenten

pus+ter

puester setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

puester‑ als Erstglied (11 von 11)

Pǖsterek

WWB

puste·rek

Pǖsterek m. kleiner, dicker Junge ( Olp Rh). ¶ Vgl.→ Pus e nterek .

pǖsteren

WWB

pust·eren

pǖsteren V. a) zerstäuben. — b) Feuer anblasen ( Det Is).

Püsterflicken

Campe

puester·flicken

† Püsterflicken , v. trs . im N. D. Püster oder Blasebälge flicken. I weiterer Bedeutung überhaupt, schadhafte Dinge ausbessern. Uneigentlic…

Püsterflicker

Campe

puester·flicker

† Der Püsterflicker , — s, Mz . gl. im N. D. einer der schadhafte Püster oder Blasebälge ausbessert.

Püsterich

Campe

puste·rich

† Der Püsterich , — es, Mz. — e . 1) Ein Ding zum Pusten, welches pustet. 2) Der Name eines alten Götzenbildes.

pü̂sterken

MNWB

pust·erken

° pü̂sterken, n. : Blasebalg, „piretrum” (SL: Hamb. dt.-lat. Gl.). pü̂stermāker, ~mākersche, ~nāgel

pü̂ster(māker)

MNWB

puester·maker

° pü̂ster(māker) , -mēkere , m. : Handwerker der Blasebälge herstellt (Ub. Dortmund 2, 247); — nur als Nom. pr.

pü̂sternāgel

MNWB

puester·nagel

pü̂sternāgel , m. ( Pl. -nēgel[e] ) : breitköpfiger Nagel der bei der Herstellung von Blasebälgen verwendet wird.

Pǖstertreªder

WWB

Pǖster-treªder m. [verstr.] Person, die an der Orgel den Blasebalg tritt, Kalkant.

puester als Zweitglied (1 von 1)