Pülv(en) das auf
lat. pulvinus zurückgehende Wort ist, freilich mit grösseren Lücken, aber heute doch in geschlossenen Geb. im ganzen Geb. verbr.; die mdl. Grundform weist drei Formen auf: α.
pülv(ən) Rhfrk u.
n. Benr-L.; β.
pülmən, pülləm WMosfrk (WMosfrk in Trier, Wittl, Bitb
pülf für Bed. 2 a α); γ. das zwischen
pülven Rhfrk u.
pülv n. Benr-L. liegende grosse Geb. hat
pull(en), püll(ən);
pu·l.wə Saarl; sonst im einzelnen
pilwə n. noch geschlossen an der Nahe (aber veralt.), Saarbr u. vereinzelt Simm-Stdt (Rottm.); dann im Hunsr, an der Saar keine Belege, erst
pi·l.əm Saarbg-Wellen Winchering, Bitb-Körperich Roth NWeis;
pi·l.əmən Bernk (Mos);
pi·l. f. Wittl-Bausend;
pī:l Koch;
py·l. Kobl-Winning;
-i- Daun (sonst fehlen an der Mos, in der Eif die Belege); der Westerw hat geschlossen südl. der Entrundungs-L.
pi·l., n. -y-; Siegld
--, –ē-; Waldbr
-ȳə-; Gummb, Wippf
-y-; Sieg, MülhRh, Sol-Burschd
pø·l.ən, –y- [Sieg-Söven Uckerath
pø·l.ər m.]; das LRip von Prüm-Hallschlag Steffeln, Schleid, Ahr, Aden an hat
pu·l.ən, –o- m.,
n. [doch
pu·l., –o- Prüm, Malm, Monsch;
-ū·ə.- Schleid-Dreiborn;
-ȳ·ə.- Monsch-Stdt;
-ȳ:- Malm-Bütgenb;
pu·l.ər Bo-Rösbg;
py·l. Bergh-Kirchherten Lipp, Eup-Raeren;
-ø- Rheinb-GrBüllesh, Aach-Merkst Vorweiden;
pu·l. Dür-Stdt]; Eup
pø·l.əmə; lrhn. u. rrhn. dann
n. der Benr-L.
pø·l.(ə)f, –øl-, –- (letzteres neben
-ø- Klev)
m.,
f. [Geilk, Heinsb
pø·l.əvər(ə) m.; MGladb-Helenabrunn, Kemp-Breyell, Geld-Hinsbeck
pø·l.(ə)ftər m.; Erckeyenbg, Grevbr-Priesterath
pø·l.vət; Klev hier u. da
pølft f.]; Pl.
-ə(n) sehr selten [NBerg Pl.
-wər; Dinsl
-wən u.
pølfs], Demin. fehlt
m.,
n.,
f.: 1. mit Kaff, Flocken, Federn gefülltes Kissen. a. grosses rechteckiges Kopfkissen für zweischläferiges Bett als Unterlage, Keilkissen (auch ein solches am Fussende), auch
Häupt-, Kopp-, Kaffp. Allg. RA.:
Twei Glauwen op einem P. es eines te völl Sol. — b. Ober-, Deckbett aus Federn, Flocken, Plümo,
Federnp., Övverp. Allg. — c. veralt. ein mit Kaff, Stroh oder Federn gefüllter grosser Sack an Stelle der Matratze,
Onnerp. Siegld, Altk-Betzd Wissen, Neuw-Asb, Sieg-Seelschd. RA.:
De verkauf de P. us dem Bett ein leichtlebiger Mensch Neuw-Asb. —
d. scherzh. Bett;
leg dich en et Pöll! Rheinb-GrBüllesh. — e. Kissen auf dem Kopf für Kopflasten Monsch-Kalterherbg, Kemp-Breyell, Sol-Gräfr Witzhelden (
bø·l. f.);
s. Pel. —
f. Pölfke kleines Kissen mit Kräutern, Sand, auf schmerzende Stellen aufgelegt Sol 1870;
Püllche Kompresse Köln-Stdt. — g.
Pöllche Nadelkissen Monsch-Witzerath. — 2. übertr. a. sachl. an Geräten. α. Querklotz mit Höhlung im
Gered des Vorderpfluges des Hundspfluges, nach oben u. unten verschiebbar, auf dem der Pflugbaum, Grindel ruht; stark eine Hand breit über der Achse des Vorderpfluges ist das unterste
P. festgelagert; darüber das zweite eigentliche
P., das nicht feststeht, sondern auf- u. abgeschoben werden kann mittels eines Stelleisens, das im obersten
P. feststeht u. durch das unterste
P. durchgeht; durch das Versetzen des
P. wird das tiefe oder flache Pflügen ermöglicht Allg. [Trier, Wittl, Bitb
pi·l.f (
pe·l.wən m. Wittl-Monzel;
pī:lf f. Bitb-Idenh;
m. Erdrf; aber
pi·l.ən m. Bitb-Körperich Roth;
pi·l. f. Wittl-Bausend) im Gegens. zu
pi·l.əm 1];
de Plog steht te huəhch en der P. Selfk. — β. eins der beiden viereckigen Langhölzer der Kelter, über den Dielen liegend, die ihrerseits auf den zu pressenden Trauben liegen Saarbg-Wellen Winchering, Kobl-Winning, Siebengeb. (
py·l.ər Pl.). — γ.αα. das Lager,
d. h. das Holzstück, in dem das eigentl. Lager, die für den Nocken des Schleifsteins gelassene Öffnung, sitzt; man unterscheidet:
Abdreh-, Nocken-, Platt-, Sterz-, Vorder-, Hinterpülf Sol, Remschd. — ββ. Holzkeil im Wasserhammer als Auf- bzw. Unterlage des
Mulop u. des
Nockens ebd. — δ.
pø·l.f u.
pø·l.vī Schuhabsatz; doch
s. Pollevi Sol 1870. — b. persönl. verächtl.
pl, –ē- dickes Weib Siegld.