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Pülv(en)

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Pülv(en)

Bd. 6, Sp. 1185
Pülv(en) das auf lat. pulvinus zurückgehende Wort ist, freilich mit grösseren Lücken, aber heute doch in geschlossenen Geb. im ganzen Geb. verbr.; die mdl. Grundform weist drei Formen auf: α. pülv(ən) Rhfrk u. n. Benr-L.; β. pülmən, pülləm WMosfrk (WMosfrk in Trier, Wittl, Bitb pülf für Bed. 2 a α); γ. das zwischen pülven Rhfrk u. pülv n. Benr-L. liegende grosse Geb. hat pull(en), püll(ən); pu·l.wə Saarl; sonst im einzelnen pilwə n. noch geschlossen an der Nahe (aber veralt.), Saarbr u. vereinzelt Simm-Stdt (Rottm.); dann im Hunsr, an der Saar keine Belege, erst pi·l.əm Saarbg-Wellen Winchering, Bitb-Körperich Roth NWeis; pi·l.əmən Bernk (Mos); pi·l. f. Wittl-Bausend; pī:l Koch; py·l. Kobl-Winning; -i- Daun (sonst fehlen an der Mos, in der Eif die Belege); der Westerw hat geschlossen südl. der Entrundungs-L. pi·l., n. -y-; Siegld --, –ē-; Waldbr -ȳə-; Gummb, Wippf -y-; Sieg, MülhRh, Sol-Burschd pø·l.ən, –y- [Sieg-Söven Uckerath pø·l.ər m.]; das LRip von Prüm-Hallschlag Steffeln, Schleid, Ahr, Aden an hat pu·l.ən, –o- m., n. [doch pu·l., –o- Prüm, Malm, Monsch; -ū·ə.- Schleid-Dreiborn; -ȳ·ə.- Monsch-Stdt; -ȳ:- Malm-Bütgenb; pu·l.ər Bo-Rösbg; py·l. Bergh-Kirchherten Lipp, Eup-Raeren; -ø- Rheinb-GrBüllesh, Aach-Merkst Vorweiden; pu·l. Dür-Stdt]; Eup pø·l.əmə; lrhn. u. rrhn. dann n. der Benr-L. pø·l.(ə)f, –øl-, –- (letzteres neben -ø- Klev) m., f. [Geilk, Heinsb pø·l.əvər(ə) m.; MGladb-Helenabrunn, Kemp-Breyell, Geld-Hinsbeck pø·l.(ə)ftər m.; Erckeyenbg, Grevbr-Priesterath pø·l.vət; Klev hier u. da pølft f.]; Pl. -ə(n) sehr selten [NBerg Pl. -wər; Dinsl -wən u. pølfs], Demin. fehlt m., n., f.: 1. mit Kaff, Flocken, Federn gefülltes Kissen. a. grosses rechteckiges Kopfkissen für zweischläferiges Bett als Unterlage, Keilkissen (auch ein solches am Fussende), auch Häupt-, Kopp-, Kaffp. Allg. RA.: Twei Glauwen op einem P. es eines te völl Sol. — b. Ober-, Deckbett aus Federn, Flocken, Plümo, Federnp., Övverp. Allg. — c. veralt. ein mit Kaff, Stroh oder Federn gefüllter grosser Sack an Stelle der Matratze, Onnerp. Siegld, Altk-Betzd Wissen, Neuw-Asb, Sieg-Seelschd. RA.: De verkauf de P. us dem Bett ein leichtlebiger Mensch Neuw-Asb. — d. scherzh. Bett; leg dich en et Pöll! Rheinb-GrBüllesh. — e. Kissen auf dem Kopf für Kopflasten Monsch-Kalterherbg, Kemp-Breyell, Sol-Gräfr Witzhelden (bø·l. f.); s. Pel. — f. Pölfke kleines Kissen mit Kräutern, Sand, auf schmerzende Stellen aufgelegt Sol 1870; Püllche Kompresse Köln-Stdt. — g. Pöllche Nadelkissen Monsch-Witzerath. — 2. übertr. a. sachl. an Geräten. α. Querklotz mit Höhlung im Gered des Vorderpfluges des Hundspfluges, nach oben u. unten verschiebbar, auf dem der Pflugbaum, Grindel ruht; stark eine Hand breit über der Achse des Vorderpfluges ist das unterste P. festgelagert; darüber das zweite eigentliche P., das nicht feststeht, sondern auf- u. abgeschoben werden kann mittels eines Stelleisens, das im obersten P. feststeht u. durch das unterste P. durchgeht; durch das Versetzen des P. wird das tiefe oder flache Pflügen ermöglicht Allg. [Trier, Wittl, Bitb pi·l.f (pe·l.wən m. Wittl-Monzel; pī:lf f. Bitb-Idenh; m. Erdrf; aber pi·l.ən m. Bitb-Körperich Roth; pi·l. f. Wittl-Bausend) im Gegens. zu pi·l.əm 1]; de Plog steht te huəhch en der P. Selfk. — β. eins der beiden viereckigen Langhölzer der Kelter, über den Dielen liegend, die ihrerseits auf den zu pressenden Trauben liegen Saarbg-Wellen Winchering, Kobl-Winning, Siebengeb. (py·l.ər Pl.). — γ.αα. das Lager, d. h. das Holzstück, in dem das eigentl. Lager, die für den Nocken des Schleifsteins gelassene Öffnung, sitzt; man unterscheidet: Abdreh-, Nocken-, Platt-, Sterz-, Vorder-, Hinterpülf Sol, Remschd. — ββ. Holzkeil im Wasserhammer als Auf- bzw. Unterlage des Mulop u. des Nockens ebd. — δ. pø·l.f u. pø·l.vī Schuhabsatz; doch s. Pollevi Sol 1870. — b. persönl. verächtl. pl, –ē- dickes Weib Siegld.
3929 Zeichen · 149 Sätze

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    Pülven

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Pülven , Pulven s. Pfülben .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit puelven

8 Bildungen · 7 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von puelven 2 Komponenten

pul+ven

puelven setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

puelven‑ als Erstglied (7 von 7)

Pülvenbaum

RhWB

puelven·baum

Pülven-baum pȳə·l.bōm Sieg-Fussh Hönschd ; pyl- Gummb-Schwarzenbergisch m.: der B., Aufschlagsbaum an dem zweiräderigen Rump, bes. der Mistk…

Pülvenbett

RhWB

puelven·bett

Pülven-bett pø·l.vərš- Kemp n.: zweischläferiges Bett mit breitem Keilkissen.

Pülveneisen

RhWB

puelven·eisen

Pülven-eisen pi·l.ęizən Altk-Bachenbg ; pø·l.ənī:zər Sieg-Fussh n.: das Verstelleisen am Pülven 2 a α des Vorderpfluges.

Ableitungen von puelven (1 von 1)

verpülven

RhWB

ver-pülven: einen v., verprügeln Verbr. wie p. 2.