Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
prestan
Braune, Ahd. Gr.14 § 338 Anm. 1):
‚zerbre-〈Formen:
chen, zerreißen, rumpere, scindere; zerkra-
chen, ein krachendes Geräusch von sich geben,
crepare, crepitare; gebrechen, mangeln, fehlen,
deesse, abesse, deficere, carere‘
prät. sg. brast, prät. pl. -brustun, brâstun,
part. prät. gibrostan〉. – Mhd. bresten st. v.
‚bre-, unpersönl.
chen, reißen, bersten‘
‚mangeln,. Nhd. bersten st. v., durch Luther
gebrechen‘
aus dem. Mdt. in die nhd. Schriftsprache ein-
geführt, vgl. Trübners Dt. Wb. I, 285; Dietz,
Wb. z. Luthers dt. Schriften 260 f. (zur dt. r-
Metathese, die hauptsächlich ndd. ist, aber
z. T. auch auf md. Gebiet übergegriffen hat, s.
Kienle, Hist. Laut- u. Formenlehre d. Dt.2 §
138; B. Martin, Die dt. Mdaa.2 [Marburg,
1959], 48; vgl. nhd. (bes. obd.) Gebresten
‚Mangel‘ohne Metathese.