Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
pökeln
pökeln
Pökel m. ‘Salzbrühe zum Haltbarmachen von Fleisch und Fisch’, im 17. Jh. aus dem Nd. übernommen, vgl. mnd. pēkel, mnl. pēkel, nl. pekel, fries. pikel, woraus auch mengl. pekille, pykyl, engl. pickle. Herkunft ungewiß. Nl. 513 sucht über eine Ausgangsbedeutung ‘scharf, bitter’ eine Verbindung zu griech. pikrós (πικρός) ‘scharf, spitz, bitter, stechend’ und Anschluß an die (unter Feh, s. d., angeführten) Wurzelformen ie. *peig-, *peik̑- ‘buntfarbig’ (hier ‘stechend’) herzustellen. in: Nd. Wort 1 (1960) 11 ff. schließt dagegen die genannten Formen an vlat. *pīccāre ‘stechen’, auch ‘sauer schmecken’, an (s. pikiert, pikant). Heute vorwiegend Bestimmungswort in Zusammensetzungen wie Pökelfleisch, nd. Pekelfleesch, Pökelhering, Pickelhering, mnd. pēkelhērinc, pickelhērinc, Pökelzunge, nd. Pekeltung. – pökeln Vb., öfter einpökeln Vb. ‘in Salzbrühe einlegen’ (18. Jh.), mnd. pēkelen.