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plücken

mnd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
4 in 3 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
Verweise rein
1
Verweise raus
6

Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

plücken

Bd. 5, Sp. 502
Wossidia plücken pflücken Mi 63b 1. Obst, Beeren, Hopfenblüten abreißen, abbrechen, ablösen: '3 Mk. 3 pen. den groten hoff (Hopfengarten) affthonemen unde tho plucken, 5 sch. noch vor hoppen to plucken in dem werkhuse' (Wi 1520) Jb. 91, 231 Fußn.; 'des mandaghes vor Mathei (17. Sept.) heft ... abbatissa froychen Dorothea tho hs halen laten den hoppen van dem Froudenberge unde let ene plucken van den susteren' (1526) Slagg. 149; 'die beykotzen dienen, wenn man hopfen plücket' (StaStargard@PriepertPriep 1570) Endl. Feldb. 47; Appel, Plummen, Bickbeern u. a. Früchte abpflücken; 'Tannenäpfel ... pflücken ... lassen' (1778) Bär. Ges. 3, 1, 202. 2. Kraut, Gras zum Viehfutter mit der Hand rupfen: Nu nimm den Korw un gah hen plücken Reut. 5, 250; s. ob. Plückelsack; auch mit dem Messer ausstechen, s. Plückermetz; im Spielreim: ick plück ... för min Küken SchöSchönberg@QuestinQuest; der Satz von 'n Steendamm is nicks to plücken warnt, in die Stadt zu ziehen (1929) RoRostock@DoberanDob; Spruch beim Anmähen: Nu help Gott mit Glücken Un lat uns hier nich lang' bi plücken LuLudwigslust@ZiegendorfZieg; das Ausziehen des Flachses wird mit Flaß uptrecken bezeichnet, im SO begegnet dafür der märk. Ausdruck Flaß plücken, der nach Teu. Sprachreste 235 der ndl. Siedelsprache angehört. 3. rupfen, zausen, zupfen, ausziehen: Gäus' plücken die Federn ausziehen, rupfen allgem.; Vergleich: sühst jo ut as ne plückt Gaus zum schlecht gekämmten Kinde Wa; wenn du din Hauhn man ierst allein plückst deinen eigenen Hausstand hast Wa; übertr.: 'de hefft mi plücket alse ein Gos' Omich. in Nd. Jb. 54, 39; 'Ick mene yo, use juncker hefft dy geplücket Mit dubbelden bröken' 47; ick heff mit di noch 'n Häuhnken to plücken noch einen Strauß mit dir auszufechten RoRostock@KlockenhagenKlock; Reut. 5, 213; sonst ist noch plückte Finken (Bd. 2, 912) und Plückfinken für die Bedeutung Fleisch zerzupfen, zerkleinern zu erwähnen; minutal 'plckede Vincken, Pottpastey' Chytr. 437; Tüffel plücken von Keimen rein machen, Syn. afkinen WaWaren@WredenhagenWred; zur Füllung von Matratzen bestimmtes Heidekraut wurde zuvor unnern Arm nahmen un plückt PaParchim@GoldbergGoldb. Zss.: af-, rut-, utplücken. — Vulgärlat. piluccare abbrechen, abrupfen geht über nordfranz. pluquer ins ndl.-nd. plukken, plücken über. — Br. Wb. 3, 343; Dä. 354a; Da. 158a; Kü. 2, 556; Me. 3, 1076.
2245 Zeichen · 62 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ²plückenswv.

    Mittelniederdeutsches Wb. · +1 Parallelbeleg

    2*° plücken , plöcken , swv. : (Schützenwesen:) das Loch in der Schießscheibe mit einem Holzpflock verschließen, wes lö̂…

  2. modern
    Dialekt
    plücken

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    plücken pflücken Mi 63 b 1. Obst, Beeren, Hopfenblüten abreißen, abbrechen, ablösen: '3 Mk. 3 pen. den groten hoff (Hopf…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pluecken

7 Bildungen · 1 Erstglied · 4 Zweitglied · 2 Ableitungen

pluecken‑ als Erstglied (1 von 1)

pluecken als Zweitglied (4 von 4)

afplücken

MNWB

afplücken , swv. , intr. und trans. abpflücken; c. D. jem. etw. fortreißen.

beplücken

MNWB

beplücken , swv. , rupfen, Haare auszupfen; auch übertragen: jem. rupfen, aussaugen.

vorplücken

MNWB

vor·pluecken

vorplücken , swv. , 1. zerpflücken, zerstreuen , in der Verfestungsformel ênen v. unde vorrücken unde vorschêten. 2. im Kleinen verkaufen.

Ableitungen von pluecken (2 von 2)

beplücken

MNWB

beplücken , swv. , rupfen, Haare auszupfen; auch übertragen: jem. rupfen, aussaugen.