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Pip

mnd. bis Dial. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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17 in 9 Wb.
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15

Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Pip Pl.

Bd. 5, Sp. 425
Wossidia MeckWBNPip Pl. Pipen f. Pfeife 1. Flöte: tibia 'eine Pype' Chytr. 289; 'cum sollempnioribus ludis, ut sunt vedele, pype, bunghe ...' (Wi 1343) UB. 9, 447; Rda. nah sin Pip danzen jem. folgen, sich fügen: 'De lude dantset na juwer pipen' Red. Ost. 1786; 1219; 'na erer Pipen tho Dantzende' Gry. Paw. M 1a; ick danz nich nah sin Pip SchwSchwerin@PampowPamp; hd.: de Rottenfänger haalt sin Pfeif rut GWelz; sin Pip in 'n Sack hollen seine Meinung nicht äußern, seinen Zorn zurückhalten Mi 63a; holl din Pipen man in 'n Sack tu nicht groß SchöSchönberg@DemernDem; ick holl min Pip in 'n Sack un de Snut in 'n Bussen HaHagenow@RedefinRed; Stillfr. Sl. 243; hei stek also fix de Pip in den Sack (gab klein bei) Reut. 6, 296; Weidenflöte der Kinder, dazu der Bastlösereim: lat de Pip tom Paster gahn StaStargard@NeustrelitzNStrel; häufiger: lat de Pip un Fläuten gahn Wo. V. 4, S. 75; meist nur in der Formel Pipen Papen Bastian S. 74; ... Pasterjahn S. 74; Pip Pip Pasten V. 4, 594; sonst überwiegt Fläut (s. Bd. 2, 970); selten das Mundstück, das gewöhnlich Huppup und Fep genannt wird, in einem Tanzlied: Ick hadd' Pipen von Adeboorsfeddern, Sonn' Pipen krig' ick allminläder nich wedder GüGüstrow@KäterhagenKät; Syn.: Blarr, Blarrpip, Brümmer, Burr, Fep, Fläut, Flarr, Happ, Huppup, Huppwupp, Kiwitt, Pep, Purr, Purt, Quarrpip, Wippwupp, Wuppup. Orgelpfeife: 'in deme orgeln heft nene pipe mer ghestan' Slagg. 136. 2. Röhre a. der Wasserleitung: tubus 'pype, rOeer' Chytr. 71; Baumstämme, welche mit großen Holzbohrern (neviger, s. Näwer1) ausgebohrt waren, führten das in einem Teich (Pipendik; in der Rostocker Gemarkung war ein solcher in der Flur des Dorfes Biestow angelegt) gestaute Wasser in die Stadt; dort wurde es in einem Brunnenhaus (Born; um 1450 in Ro ein Kumm auf dem neuen Markte, s. Beitr. Rost. 15, 43) gesammelt und von da durch Pipen und Dwerpipen (s. d., Bd. 2, 650) auf die Straßen geleitet; in diesen verteilten es Pumpen (Pöste Pumpenrohre) an die Abnehmer Beitr. Rost. 15, 42 f.; 'die Wasser-Röhren heißt man zu Rostock Piepen, daher der Piepen-Dieck und die Piepen-Leggers ihre Benennungen haben' Mantz. Ruh. 7, 49. b. Ausflußrohr einer Pumpe: dei ... Piep von den Pumpenpost Camm. Ast. 77; in ein Faß gestecktes Ausgußrohr: in dat Brammwiensanker wir ne höltern Pip in HaHagenow@KloddramKloddr; Ausguß einer Kanne Schö Schönberg@SchlagsdorfSchlagsd; seitlich an die Tran- oder Öllampe angelötetes Rohr, durch welches der Docht gezogen war, eine Tülle, s. Abb. ob. bei Krüsel, vielfach bezeugt; die Röhre des Leuchters, die das Licht aufnimmt, alte Belege: '8 luchtter, 2 myt 3 pypen unde 6 myt 2 pypen' (Ro 1519) Jb. 7, 208; '4 Luchter mit pfiffen' (1527) 12, 277; an der Drillmaschine die Röhren, aus welchen das Korn in die Erdrillen läuft WiWismar@GoldebeeGold. c. Röhrenartiges; an einem Haarschmuck: up 'n Kopp hadd' se (ein weiblicher Unhold) twee stur Pipen Wo. Sag. 1, 136; die Rillen, Falten in Rüschen, Halskrausen heißen Pipen, vgl. pipig 2 und Pipisen; Bienenzelle WiWismar@GägelowGäg; das Spulröhrchen in der Weberei, s. Wullpip, Pipenbuck1; Kornähre: de Gast smitt all Pipen Schmidt Gad. 3, 112; dat Kuurn ward grot, dat sitt dick in de Pipen (1887) HaHagenow@RedefinRed; Eiszapfen: dat Ies steiht in Pipen Ma; ein langes schmales Faß für Wein, Öl, Tran: 'de vino Gobbynensi (Wein aus Guben) VII marc. pro VIII pipis' (1364) UB. 15, 391; 'Wein, eine Piepe 8 Lßl. (Zoll)' Bär. Ges. 4, 2, 290; 'Oelie, eine Piepe 6 Lßl. (Zoll)' 286; Abb. einer 'Pipe olies' Hans. Geschbl. 9, 100; Mantz. Ruh. 7, 49; 'eine Pipe Madeira 9¼ Ztr. (Gewicht)' (1825) Sa. Land.-Ges. 7, 257; Besonderes: Dim. Pipken Schlüssel Wo. V. 1, 145 g; Wurzel, Mohrrübe: Ruge, ruge rip, Gäl is de Pip 121 a; ungedeutet: dat is dicht bi de Pip stimmt nahezu Wo. Sa. 3. Tabakspfeife: leiwer will 'ck hungern as dei Pip vergäten LuLudwigslust@LaupinLaup; wat dei Minsch ok all' tau daun hett, säd' dei Buer, dor stoppt hei sick ne Pip PaParchim@DobbertinDobb; ein guter Hœker sollte imstande sein, den Haken derart richtig zu stellen, daß er solange allein ging, bet einer sick ne Pip Toback ansticken kann, ohne den Stiert anzufassen Camm. in Nd. Jb. 48, 37; dat wir jo man 'n Pipansticken, as Sei dat letzt Mal bi mi wiren ein sehr kurzer Besuch PaParchim@SuckowSuck; Wo wit is dat bet Stülow? Na, dei Scheseh lank, ne lütt Pip Toback (ungefähr eine halbe Stunde) H. Seidel ges. W. (1925) 4, 318; so'n armen Slucker, De nich 'ne Pip Toback is wirt Reut. 1, 67; em geiht de Pip bald ut er macht bald Bankerott (1885) Ro. 4. Zss.: Blarr-, Garr-, Hunger-, Lülken-, Örgel-, Sackpip (1); Rack-, Schott-, Schrot-, Windpip (2); Brut-, Fuust-, Kalk-, Knaster-, Schaulmeister-, Schauster-, Scheck-, Smök-, Tobackspip (3). FN.: Pipenbäk, -born, -brink, -buck, -damm, -dik, -graben, -kopp, -sack, -sod (2). — Mnd. pîpe. — Br. Wb. 3, 320; Dä. 349b; Da. 155b; Kü. 2, 541; Me. 3, 1012 f.; 1017.
4705 Zeichen · 110 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    pipM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    pip , M. nhd. Pips, Zipf, eine Geflügelkrankheit, ein Schnupfen (M.) der Vögel, eine Krankheit der Menschen ÜG.: lat. pi…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    PipDer

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    1. Х Der Pip , — es, Mz. — e . 1) Ein Laut, welchen dies Wort nachahmt. Einen Pip von sich hören lassen. 2) I N. D. ein …

  3. modern
    Dialekt
    PipPl.

    Mecklenburgisches Wb. · +8 Parallelbelege

    Pip Pl. Pipen f. Pfeife 1. Flöte: tibia 'eine Pype' Chytr. 289; 'cum sollempnioribus ludis, ut sunt vedele, pype, bunghe…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pip

428 Bildungen · 422 Erstglied · 2 Zweitglied · 4 Ableitungen

pip‑ als Erstglied (30 von 422)

Pipaant

MeckWBN

pipa·ant

Wossidia Pipaant f. Pfeifente, anas penelope: Piepäne Siemss. Vög. 200; Pipaant Zand. in Arch. 15, 141; Arch. Landesk. 15, 161; Wüstn.-Clod.…

Pipaben

MeckWB

pipa·ben

Pipaben m. Röhrenofen, unterirdischer Heißluftofen: '12 kopfern Stulpfen up dem Pipaven' (1524) Jb. 12, 278; 'In dessem sulvesten jar (1525)…

Pipal

Meyers

Pipal , der heilige Feigenbaum, s. Ficus , S. 548.

Pipap

RhWB

Pipap pīpāp , Pl. -bən m.: 1. Schmetterling. Bitb-Biesd . S. Peipel. — 2. verächtl. einer, der immer etwas an sich hat, eine Krankheit Wit…

Pipapo

Pfeifer_etym

pip·apo

Pipapo n. ‘das Drum und Dran, übliches Zubehör’, umgangssprachliche Lautspielerei mit Sekundärablaut (19. Jh.). Wahrscheinlich entstanden au…

pipari

KöblerAn

pip·ari

pipari , M. nhd. Pfeffer ÜG.: lat. piper Hw.: s. pipra (2); vgl. ae. pipor, as. *piper?, ahd. pfeffar*, afries. piper I.: Lw. ae. pipor E.: …

Pipaufmütze

RhWB

Pip-aufmütze pīpopsmøts  MülhRh [ -up- Bensbg BGladb], Wippf ; -opə- Gummb-Osbghsn; statt der Zs. auch einfach pīpop  f.: Zipfelmütze. …

pipauhan

AWB

pipauhan Gl 1,2,17 ( Pa ) s. bi- bouh(ha)nen.

pipauwe

KöblerMnd

pipauwe , Sb. Vw.: s. pippouwe

pipawe

AWB

pip·awe

pipawe mhd. sw. m. , nhd. pippau; mnd. pippouw(e). pi-pawe: nom. sg. Gl 3,553,44 ( 1 Hs. py-). 565,45 ( beide clm 615, Hs. 14. Jh., Innsbr. …

pipawo*

EWA

pipawo*AWB m. an-St., Gl. 3,553,44 (in 2 Hss., 14. Jh., bair.[-obd.], bei 1 Hs. des 14. Jh.s Zeit des Gl.eintrags unbekannt). 565,45 (Hs. 14…

Pipchen

RhWB

pip·chen

Pipchen bībχən Wittl-Reil n.: Weidenhuppe.

Pipditzchen

RhWB

Pip-ditzchen pīpəditšən MülhRuhr-Saar n.: der kleine Finger.

Pipe I

SHW

Pipe I Band 1, Spalte 861-862

Pipe II

SHW

Pipe II Band 1, Spalte 861-862

pîpe(gôt)

MNWB

pipe·got

° pîpe(gôt) , n. ( Gen. Sg. -des ) : Zubehörteile für Wasserleitungen, p.-des 14 gr vȫr tin unde vȫr mākelôn der blîeden pîpen (Brem. Jb. 2,…

Pipel

Idiotikon

Pipel Band 4, Spalte 1419 Pipel 4,1419

Pipelei

GWB

pipe·lei

Pipelei Überempfindlichkeit, Kränkelei 1) ; ‘herkömmliche Piepeleien’ iSv übliche Wehwehchen Frau und Kinder befinden sich, außer den herköm…

pipelig

MeckWB

pipelig verzärtelt Ha Belsch ; wie pimpelig. — Me. 3, 1019.

Pipeline

Pfeifer_etym

pipe·line

Pipeline f. ‘Rohrleitung’ (besonders für Erdöl), Übernahme (Mitte 20. Jh.) von gleichbed. amerik.-engl. pipeline, einem Fachwort der amerika…

pîpelmûs

MNWB

pipel·mus

*° pîpelmûs , f. : piepende Maus, Piepmaus (Nd. Jb. 46, 64: Murnerische Nachtmusik; 1685).

pip als Zweitglied (2 von 2)

Hœkerpip

MeckWBN

hoeker·pip

Wossidia Hœkerpip f. Tabakspfeife des Hœkers D. Jb. f. Volksk. 11, 29.

Trenzpip

BWB

Trenzpip Band 2, Spalte 2,887

Ableitungen von pip (4 von 4)

Bepipen

Campe

Х Bepipen , v. trs. über etwas pipen, mit pipendem Tone weinen, wie von Kindern zu geschehen pflegt. Das Bepipen.

Pipe

Adelung

Die Pipe , plur. die -n, das Hoch- und Oberdeutsche Pfeife, nach der Mundart des Niederdeutschen. Wir gebrauchen es nur noch in der Bedeutun…

verpipen

RhWB

ver-pipen: etwas v., verschleppen, hinlegen, wo man es kaum mehr findet Neuss-Rosellen .