Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
picheln
picheln
picheln Vb. ‘vergnüglich und lange trinken, zechen, pokulieren’, landschaftlich (besonders nordd. und md.) weit verbreitet, vgl. nd. pēgeln, pecheln, picheln, omd. picheln, biegeln. Zugrunde liegt mnd. pēgelen, peilen ‘ein Merk-, Eichzeichen anbringen, das Maß bestimmen, messen’, dann auch ‘zechen, saufen’, eigentlich ‘nach Pegeln, nach Eichzeichen trinken’ (vgl. nd. ēnen gōden Pēgel sūpen), abgeleitet von mnd. pēgel ‘Merkzeichen in Flüssigkeitsgefäßen, Wasserstandsmaß’ (s. Pegel, peilen). Anders in: Nd. Wort 1 (1960) 12, der picheln im Hinblick auf gleichbed. rhein. picken an frz. piquer, vlat. *pīccāre ‘stechen’, auch ‘sauer schmecken’ (s. pikiert, pikant, Pökel), anschließen möchte.