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pfiffera

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EWA
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Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

pfiffera

pfîfariAWB m. ja-St., Gl. 2,340,6. 7 (Hs. 9. Jh.,
Zeit des Gl.eintrags unbekannt); 4,21,59 (2.
Viertel des 9. Jh.s, alem.[-frk.]). 229,27 (wohl
9. Jh., bair.): ‚Pfeifer, Flötenspieler, Musikant;
Arion, Orpheus, tibia, tibicen‘ (mhd. pfîfer st.
m. ‚Pfeifer, Spielmann‘, frühnhd. pfeifer m.
‚Bläser einer Pfeife, Spielmann, Musikant‘,
nhd. Pfeifer m. ‚jmd., der berufsmäßig Pfeife
spielt, jmd., der pfeift‘; mndd. pīper m. ‚Pfei-
fenbläser, Spielmann, Musikant‘; mndl. piper
m. ‚dss.‘; ae. pīpere m. ‚Pfeifer, Flötenspieler‘;
aisl. pípari m. ‚dss.‘). Nomen agentis mit dem
Fortsetzer des Lehnsuffixes urgerm. *-ari̯a-. S.
pfîfa, pfîfôn, -ari. – pfiffarling*AWB m. a-St., Gl. 3,
581,1 (Ende des 12. Jh.s, bair.) und Gl. in Lon-
don, arund. 225 (Anfang des 14. Jh.s, rhein-
frk.?): ‚Pfifferling, Gelbling; boletus, fungus
(Cantharellus cibarius Fr.; vgl. Marzell [1943–
79] 2000: 1, 782) (mhd. pfifferlinc, pfefferlinc
st.m. ‚Pfifferling, Pfefferschwamm‘, frühnhd.
pfifferling, pfefferling m. ‚Pfefferpilz‘, übertr.
‚Unbedeutendes, Wertloses‘ [nach dem urspr.
massenhaften Vorkommen des Pilzes], zur Ver-
stärkung der Negation nicht eines pfifferlings
wert ‚überhaupt nichts wert‘, nhd. Pfifferling m.
‚in Wäldern vorkommender blass- bis dotter-
gelber Pilz mit trichterförmig vertieftem, un-
regelmäßig gerändertem Hut‘; mndd. pēper-
linc, pepperlinc m. ‚Pfifferling, Rettich, Ra-
dieschen‘; mndl. peperlinc m. ‚Pfifferling‘).
Ableitung mit dem Fortsetzer der Suffixvar.
urgerm. *-linǥa-. S. pfiffera, -iling. – pfifferaAWB,
pfifera f. ō(n)-St., Gl. 3,486,15 (2. Hälfte des
12. Jh.s): ‚Pfifferling, Echter Gelbling, boletus;
Rettich, radicula‘ (Cantharellus cibarius Fr.;
Raphanus sativus L.) (nhd. mdartl. schweiz.
pfifferen f., vorwiegend im Pl. ‚Pilz [auf Dün-
gerhaufen]‘, pfiffer m. ‚Pfifferling‘ nur in der
Wendung das ist kein pfiffer wert ‚das ist nichts
wert‘ [Schweiz. Id. 5, 1086], hess.-nassau. pfif-
fer m. ‚Pfefferling‘ [Berthold, Hessen-nassau.
Volkswb. 2, 607], thür. pfiffer m. ‚Pfifferling,
Pilz‘ [Spangenberg, Thür. Wb. 4, 1109]). Das
Wort ist mit dem Fortsetzer des Suffixes ur-
germ. *-ō(n)- in wohl kollektiver Funktion vom
Kulturwort pfeffar (s.d.) abgeleitet. Das Benen-
nungsmotiv ist der pfefferähnliche Geschmack
des Pilzes (vgl. Marzell, a. a. O. 1, 782). S. pfef-
far. – Ahd. Wb. 7, 262 f.; Splett, Ahd. Wb. 1, 702.
703; Köbler, Wb. d. ahd. Spr. 858; Schütz-
eichel⁷ 250; Starck-Wells 461; Schützeichel,
Glossenwortschatz 7, 273.
2544 Zeichen · 121 Sätze

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    pfiffera

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA) · +1 Parallelbeleg

    pfîfariAWB m. ja-St., Gl. 2,340,6. 7 (Hs. 9. Jh., Zeit des Gl.eintrags unbekannt); 4,21,59 (2. Viertel des 9. Jh.s, alem…

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