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Patrōne

mnd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
18 in 16 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Patrōne

Bd. 3, Sp. 673
Die Patrōne, plur. die -n, ein noch in verschiedenen Fällen des gemeinen Lebens übliches Wort. 1) Ein Modell wird noch bey verschiedenen Handwerkern eine Patrone genannt. 2) Noch häufiger werden bey den künstlichen Webern die gezeichneten Muster, wornach sie weben, Patronen genannt, welchen Nahmen auch die Zeichnungen bekommen, wornach die Formenschneider ihre Formen schneiden. Auch die papiernen Muster der Schneider und Putzmacherinnen bekommen diesen Nahmen; wenigstens heißt ein solches Muster in Frankreich Patron. In Niedersachsen führet es den Nahmen Pand. 3) In dem heutigen Kriegswesen ist die Patrone nicht nur das Futter zu einem Schusse, sondern auch der ganze Schuß selbst, so wohl zu dem großen als kleinen Gewehre, so fern[] er sich in einem hohlen Cylinder von Papier, Blech, Holz u. s. f. befindet. Anm. Dieses Wort ist aus dem Franz. Patron entlehnet, und auch im mittlern Lat. kommt Patronus von einem Muster oder Vorbilde vor. Die Übereinstimmung des Klanges mit dem vorigen Patron ist hier allem Ansehen nach nur zufällig, indem dieses Wort, so wie Patrix und Patrize, zu dem alten batten, patten, Franz. battre, schlagen, zu gehören scheinet, weil das Modell, in welcher Bedeutung es ehedem häufiger war, in manchen Fällen in eine weichere Materie abgeschlagen oder abgeformet wird. Die Patrize der Schriftgießer ist in der That auch eine solche Patrone, welche hernach in ein weicheres Metall abgeschlagen wird, um die eigentliche Form zu bekommen. S. auch Patschen. Von diesen zum Abschlagen bestimmten Modellen haben hernach alle Muster diesen Nahmen bekommen. Im Oberdeutschen ist es männlichen Geschlechtes, der Patron, welches denn dem Franz. Patron näher kommt.
1692 Zeichen · 22 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    patrone

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +3 Parallelbelege

    patrone, sw. m., selten

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Patrōne

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Patrōne , plur. die -n, ein noch in verschiedenen Fällen des gemeinen Lebens übliches Wort. 1) Ein Modell wird noch …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Patrone

    Goethe-Wörterbuch

    Patrone AkkPl endungslos 49 2 ,289 1 aus Papier od Blech gefertigte Musterform, Schablone [ aus Tennstedt: ] In meinem Z…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Patrone

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Patrone , bei mehren Handwerken Muster; bei der Zimmer- und Kartenmalerei eine mit Figuren ausgeschnittene Blechtafel, u…

  5. modern
    Dialekt
    Patrone

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    Patrone Band 1, Spalte 1,1289

  6. Sprichwörter
    Patrone

    Wander (Sprichwörter)

    Patrone Er hat seine letzte Patrone verschossen. ( Ostpreuss. )

  7. Spezial
    Patrone

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Pa|tro|ne f. (-,-n) 1 patrona (-nes) f. 2 spolëta (-tes) f. 3 (für Füllfederhalter) bombola dala tinta f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit patrone

27 Bildungen · 24 Erstglied · 3 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von patrone 2 Komponenten

pat+rone

patrone setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

patrone‑ als Erstglied (24 von 24)

patrônedach

MNWB

patrone·dach

° patrônedach , m. ( Pl. -dāge ) : Gedenktag für Schutzheilige, Heiligentag, -fest (Hamb. ZR 265).

patronedāch

KöblerMnd

patronedāch , M. nhd. Gedenktag für Schutzheilige, Heiligentag, Heiligenfest Q.: Hamb. ZR 265 E.: s. patrōne (1), dach (1) L.: MndHwb 2, 142…

Patroneer

PfWB

Patroneer m. : 1. 'Aushorcher', Badroneeʳ [ ZW-Wattw ]. — 2. 'aufgeblasener Mensch' [ KB-Kerzh ]. — Rhein. VI 568 .

Patronellenpastēte

Idiotikon

Patronellenpastēte Band 4, Spalte 1785 Patronellenpastēte 4,1785

Patronendräger

MeckWB

Patronendräger m. Patronenträger bei der Treibjagd Wa Lup .

Patronenraum

Meyers

patrone·n·raum

Patronenraum , Aufbewahrungsort für Infanteriemunition in einem Festungswerk.

Patronenrecht

DRW

patrone·n·recht

Patronenrecht, n. Recht eines Patrons (I) wider das hilffet auch kein woͤlung, kein patronen recht, kein alt haͤrkommen, kein lands gewonhei…

Patronentasche

PfWB

patrone·n·tasche

Patronen-tasche f. : 1. wie schd., Soldatenspr., Badronedasch [allg.]. — 2. 'Gebildgebäck, das die Knaben zu Weihnachten als Geschenk bekomm…

Patronenwagen

Meyers

patrone·n·wagen

Patronenwagen , Truppenfahrzeuge, die den Schießbedarf für Gewehre und Karabiner nachführen. Die Kompaniepatronenwagen gehören zur »kleinen …

patrône, patrôna

MNWB

patrone·patrona

patrône, patrôna , f. ( Pl. -n ): 1. Schutzheiliger bzw. Schutzheilige, „Dij patrij ... dij tutelares” (Chytr.), berât got unde alle mîne hi…

patrônêren

MNWB

patron·eren

patrônêren , swv. : (nach einer Vorlage) ausmalen , verzieren, mâlen lâten ofte p. dat binnenste bichthûs (Ribn. Chr. 144); besticken, p.-de…

patrone als Zweitglied (3 von 3)

bîpatrône

MNWB

bîpatrône (= mēdep. ), m. , Nebenpatron einer Kirche.

platzpatrone

DWB

platz·patrone

platzpatrone , f. nur pulver enthaltende, nur knallende patrone, im gegensatz zur scharfen.

sprengpatrone

DWB

spreng·patrone

sprengpatrone , f. hülle aus papier oder metall zur aufnahme einer sprengladung. Karmarsch-Heeren 3 6, 578.