Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Partialbruch
Partialbruch
partial Adj. ‘nur einen Teil erfassend, einen Teil ausmachend, teilweise (vorhanden)’, entlehnt (um 1700) aus spätlat. partiālis ‘(an)teilig, teilweise vorhanden’, zu lat. pars (Genitiv partis) ‘Teil, Anteil, Seite’. Das anfangs auch im Sinne von ‘eigennützig, einseitig, parteiisch’ (vgl. mlat. partialis ‘einzeln, aufgeteilt, individuell’, mfrz. frz. partial ‘parteiisch’) vorkommende Wort wird in jüngerer Zeit kaum noch verwendet, es findet sich gelegentlich in fachsprachlichen Zusammensetzungen wie Partialbruch m. (in der Mathematik) durch Zerlegung eines Bruches mit zusammengesetztem Nenner entstandener Bruch (19. Jh.). Gebräuchlicher ist heute gleichbed. partiell Adj. (seit 18. Jh.), nach frz. partiel, einer jüngeren Entlehnung (neben mfrz. frz. partial, s. oben) aus spätlat. partiālis mit bedeutungsdifferenzierendem Suffixwechsel (-el statt -al).