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Papiergeld

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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12 in 12 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Papiergeld

Papiergeld

Geld n. ‘Zahlungsmittel’ in Form von Münzen und Banknoten, ahd. gelt (um 800), asächs. geld ‘Bezahlung, Vergeltung, Lohn, Opfer’, mhd. mnd. mnl. gelt ‘Bezahlung, Vergütung, Zahlung, Schuldforderung, Preis, Zahlungsmittel’, afries. jeld, aengl. gield ‘Opfer, Zahlung, Abgabe, Tribut, Vergeltung, Bruderschaft’ (s. Gilde), anord. gjald ‘Bezahlung, Lohn, Strafe, Steuer’, got. gild ‘Steuer, Zins’, germ. *gelda- ist ein Verbalsubstantiv zu dem unter gelten (s. d.) behandelten Verb. Es gehört anfangs in die kultische und rechtliche Sphäre und bedeutet ‘Opfer, Buße, Tribut’, eigentlich ‘das, womit man Opfer, Buße erstatten, entrichten kann’, begegnet später im wirtschaftlichen Bereich für ‘Abgabe, Zahlung’ (in Zusammensetzungen wie Brücken-, Wege-, Kost-, Lehr-, Schulgeld bewahrt) und bezeichnet schließlich das, ‘was als Zahlungsmittel dient’. Vom 14. Jh. an nimmt Geld allmählich seine heutige Bedeutung ‘gesetzliches Zahlungsmittel’ an. Neben der Schreibung mit -d im Nhd. (aus flektierten Formen des Mhd.) hält sich auslautendes -t bis ins 17. Jh., in Entgelt (s. gelten) bis heute. Im 17. Jh. wird der Plur. Gelder ‘für einen bestimmten Zweck vorgesehene größere Geldsumme, feste Beträge’ gebildet. Da sich im Gebrauchswert des Geldes der Wert aller anderen Waren ausdrückt, gewinnt das Geld eine zentrale Position im gesellschaftlichen und im persönlichen Leben, die sprachlich in zahlreichen Umschreibungen, Entlehnungen, Redensarten und Sprichwörtern ihren Niederschlag findet (s. Blech, 2Kies, Kröte, 2Moos, Moneten, Pinke, Pulver, Zaster; vgl. das liebe Geld, nicht für Geld und gute Worte, Geld haben wie Heu, Geld regiert die Welt, Zeit ist Geld). Nach dem gemünzten Geld kommt Geld in Banknoten in Umlauf, daher Papiergeld n. (Anfang 18. Jh.), nach engl. paper-money (1691) und frz. papiermonnaie (1727). – geldlich Adj. ‘das Geld betreffend, finanziell’ (15. Jh.). Geldbeutel m. ‘Geldbörse, Portemonnaie’ (17. Jh.). geldgierig Adj. (16. Jh.). Geldsack m. ‘Geldbeutel, geiziger Reicher’ (vgl. nl. geldzak) und Geldsäckel m. ‘Geldbeutel’ (16. Jh.). Geldschneiderei f. ‘Wucher’ (um 1700), eigentlich ‘betrügerische Münzbeschneidung’. Geldschrank m. ‘Stahlschrank zum Aufbewahren von Geld und Wertsachen’ (17. Jh.). Geldstrafe f. ‘Zahlung einer festgesetzten Summe als Strafe für eine Rechtsverletzung’ (15. Jh.). Geldsumme f. (Anfang 16. Jh.), älter eine Summe Geldes (15. Jh.).
2391 Zeichen · 73 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Papiergêld

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Das Papiergêld , des -es, plur. inus. Scheine oder Zettel von Papier, so fern sie im Handel und Wandel die Stelle des ba…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Papiergeld

    Goethe-Wörterbuch

    Papiergeld einmal Papir-; Getrenntschr B8,421 von einer Bank ausgegebene, zur Einlösung gegen den entspr Wert in Metall …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Papiergeld

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Papiergeld , die unmittelbar von dem Staate ausgegebenen Scheine, die eine bestimmte Geldsumme darstellen und als gesetz…

  4. modern
    Dialekt
    Papiergeldn.

    Nachträge (Mecklenb.) · +1 Parallelbeleg

    Wossidia Papiergeld n. wie im Hd.: Poppirgeld Müll. Reut. 99 a .

  5. Sprichwörter
    Papiergeld

    Wander (Sprichwörter)

    Papiergeld Papiergeld bringt viel Elend in die Welt. – Devisenbuch, 488.

  6. Spezial
    Papiergeld

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Pa|pier|geld n. (-es) scioldi de papier m.pl.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit papiergeld

2 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von papiergeld 2 Komponenten

papier+geld

papiergeld setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

papiergeld‑ als Erstglied (1 von 1)

Papiergeldregal

Meyers

papiergeld·regal

Papiergeldregal , das ausschließliche Recht des Staates, Papiergeld auszugeben und es als gesetzliches Zahlungsmittel zu erklären. In Englan…

papiergeld als Zweitglied (1 von 1)

Stempelpapiergeld

DRW

stempel·papiergeld

Stempelpapiergeld, n. I Gebühr für Stempelpapier werden die empfänger befreit von den chargengebühren, nicht aber von dem stempelpapier-geld…