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Pape

mhd. bis Dial. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Pape

Bd. 15, Sp. 387
Pape, 1) Alexander August Wilhelm von, preuß. General, geb. 2. Febr. 1813 in Berlin, gest. daselbst 7. Mai 1895, trat 1830 in das Heer, ward 1856 Major und Direktor des Kadettenhauses in Potsdam, 1860 Bataillonskommandeur und 1863 Kommandeur des ostpreußischen Füsilierregiments Nr. 33 zu Köln. 1866 kommandierte er als Oberst das 2. Garderegiment zu Fuß, zeichnete sich bei Königgrätz aus und wurde im Oktober Kommandeur der 2. Gardeinfanteriebrigade. Während des deutsch-französischen Krieges 1870–71 führte P. die 1. Gardeinfanteriedivision, die zu den Siegen von St.-Privat, Beaumont und Sedan so wesentlich beitrug, und blieb nach der Kapitulation von Paris bis 4. Juni 1871 in St.-Denis zur Sperrung der Nordfront der im Aufruhr befindlichen Hauptstadt. 1880 erhielt er das Kommando des 5. Armeekorps in Posen, 1881 das des 3. Armeekorps in Berlin, 1884 das des Gardekorps, ward 1888 Generaloberst der Infanterie sowie Gouverneur von Berlin und Kommandierender in den Marken und trat im Januar 1895 in den Ruhestand. 2) Heinrich Eduard, Jurist, geb. 13. Sept. 1816 zu Brilon in Westfalen, gest. 11. Sept. 1888 in Berlin, trat 1840 als Auskultator in den preußischen Justizdienst, fungierte darauf als Oberlandesgerichtsassessor bei verschiedenen Gerichten, wurde 1850 Kreisrichter und Mitglied des See- und Handelsgerichts in Stettin und 1856 Appellationsgerichtsrat in Köln. Nachdem er an der Ausarbeitung des allgemeinen deutschen Handelsgesetzbuches als Vertreter Preußens teilgenommen, wurde er 1859 als vortragen der Rat in das Justizministerium nach Berlin berufen, 1867 zum preußischen Bevollmächtigten im Bundesrat und nach Errichtung des Bundes-, spätern Reichsoberhandelsgerichts in Leipzig 1870 zum Präsidenten desselben ernannt, beteiligte sich aber außerdem in hervorragender Weise an den großen deutschen Justizgesetzen in der vom Bundesrat eingesetzten Kommission. Nach Umwandlung des Oberhandelsgerichts in das oberste Reichsgericht (1879), kehrte P., der inzwischen zum Wirklichen Geheimen Rat mit dem Titel Exzellenz befördert worden war, nach Berlin zurück, um hier den Vorsitz in der Kommission zur Ausarbeitung des deutschen bürgerlichen Gesetzbuches zu übernehmen. 1884 wurde er zum Mitglied des preußischen Staatsrats ernannt. In seiner Vaterstadt wurde ihm 1899 ein Denkmal gesetzt. 3) Eduard, Maler, geb. 28. Febr. 1817 in Berlin, gest. daselbst 15. April 1905, bildete sich 1834–1839 auf der Berliner Akademie zum Landschaftsmaler und gleichzeitig in Gersts Atelier in der Dekorationsmalerei aus und machte 1845 eine Studienreise nach Tirol, der Schweiz und Italien. 1849–1853 führte er im römischen und griechischen Saal des Neuen Museums landschaftliche Wandgemälde aus, und 1853 wurde er königlicher Professor und Mitglied der Berliner Akademie. Von seinen Bildern besitzt die Nationalgalerie in Berlin den Rheinfall bei Schaffhausen (1866) und den Erlgletscher auf Handeck. Andre Hauptwerke von P. sind: Genfer See von Villeneuve aus gesehen, Mühle im Jura, Ansicht vom Gardasee, Blick auf Bellaggio, im Chamonixtal, am Lago Maggiore gegen Intra, an der Riviera di Levante, Bordighera und Blick von der Fronalp auf die Berge am Vierwaldstätter See. 4) William, Geschichtsmaler, geb. 3. Sept. 1859 in Karlshütte bei Rendsburg, studierte zunächst Philosophie und Naturwissenschaften an der Universität in Berlin, besuchte dann die dortige Kunstakademie, die Akademie Julian in Paris und lernte bei H. Prell die Freskomalerei. Wiederholte Studienreisen führten ihn nach Italien, Dänemark und Rußland. P. hat sich besonders durch Bilder aus der zeitgenössischen Geschichte bekannt gemacht, die zugleich eine interessante moderne Porträtgalerie (etwa 300 Persönlichkeiten) darstellen. Zwei davon: Ein Reich, ein Volk, ein Gott! (1896) und die Konfirmation des Kronprinzen und des Prinzen Eitel Friedrich (1898), befinden sich im Besitz des deutschen Kaisers. Außerdem sind zu nennen die Aufbahrung Kaiser Wilhelms I. im Dom (1888), König Wilhelm I. am Abend der Schlacht bei Sedan (1901), der Empfang des Kaisers auf der Sparrenburg (Wandgemälde für das neue Rathaus in Bielefeld, 1903). Seine neuesten Arbeiten auf diesem Gebiete sind: Die letzte Festsitzung der königlichen Akademie der Wissenschaften im alten Hause und Eine Sitzung der Budgetkommission des Reichstags. Außerdem hat er ein Bild für Luthers Sterbehaus in Eisleben (Luthers letztes Bekenntnis, 1905), Einzelbildnisse (darunter den Kaiser, die Kaiserin, Miquel), Genrebilder und Landschaften gemalt. Er lebt in Berlin.
4521 Zeichen · 57 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    pape

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    pape s. phaffe.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    papeM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    pape , M. nhd. Oheim?, Onkel? E.: Herkunft ungeklärt? L.: Lü 270a (pape)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    pape

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    pape , s. papa .

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Pape

    Goethe-Wörterbuch

    Pape s Papa Sabine Elsner-Petri S.E.-P.

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Pape

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Pape , Joh. Georg Wilhelm, geb. 1807 zu Culm, gest. 1854 als Oberlehrer am Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin; Haupt…

  6. modern
    Dialekt
    Pape

    Südhessisches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Pape Band 1, Spalte 571-572

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pape

253 Bildungen · 233 Erstglied · 20 Zweitglied · 0 Ableitungen

pape‑ als Erstglied (30 von 233)

Papekind

SHW

Pape-kind Band 1, Spalte 571-572

Pape, Ambros

DWBQVZ

--- *dass. Hall in Sachsen 1617 . — QV V —. ---

Papeªten

WWB

pape·aten

Pap-eªten n. [WMünsterl Kos] erste Mahlzeit am Tag mit→ Pap .

Papeªter

WWB

pape·ater

Pap-eªter n. a) Person, die→ Pap isst. — b) Person, die blühend aussieht, ein rundes Gesicht hat ( WmWb ).

Papebrock

Meyers

pape·brock

Papebrock (spr. -bruk), auch Papebroch, Daniel , gelehrter Jesuit und Hauptarbeiter unter den Bollandisten (s. d.), geb. 17. März 1628 in An…

Papebroek

Herder

pape·broek

Papebroek , Daniel, gelehrter Jesuit und Bollandist, geb. 1628 zu Antwerpen, gest. 1714, nachdem er 55 Jahre Mitarbeiter der Acta Sanctorum …

Papedöneke

MeckWB

Papedöneke Papedönke, -dönk, -dönnink m. bekannte Sagengestalt der Ratzeburger Gegend; er soll im Papenholz zwischen Schö Camp und Römn geha…

Papedus'

MeckWB

pape·dus

Papedus' Reimwort im Rätsel vom Spinnrad: de Papedus' Mit sinen rugen Plus' ( s. Plus' f. ) Wo. V. 1, 126 b.

Papeete

Meyers

pape·ete

Papeete ( Papiti ), Hauptstadt der Insel Tahiti und zugleich des ganzen französischen Besitzes im östlichen Teil von Polynesien, an einer kl…

Papefigue

GWB

Papefigue 1 sprechender Name („Papstverächter”), pl für die Bewohner einer Phantasieinsel in ‘Reise der Söhne Megaprazons’; nach FRabelais' …

papegân

Lexer

pape·gan

papegân stm. BMZ papagei Trist. Dan. 539. 659. 2988. 6047. 7644. ein grasegrüener papigân Troj. 31682. ein papagew Beisp. 80,21. 22. papagey…

papege

MNWB

pap·ege

papegôie (-goge , -goyge , -goͤge , -goege , -gouge , -yoje , poppe-) , papegoye , papengôie , papagôie (-goge , papo-) , papagoy , papigôie…

papegei

AWB

pape·gei

papegei mhd. st. m. , nhd. papagei; mnd. papegôie, mnl. papegaey; afries. papagai ( in anderer Bed. ); aus frz. papegai. papagei: nom. sg. B…

papegeye

KöblerMnd

papegeye , M. Vw.: s. papegōie

papegeyenbōm

KöblerMnd

papegeyenbōm , M. Vw.: s. papegōienbōm L.: MndHwb 2, 1381 (papegeyenbôm)

Papegö

MeckWB

Papegö Rätselwort für die Scheune: Grot Jöljapp up Papegö satt Wo. V. 1, 12 a.

Papegoi

MeckWB

pape·goi

Papegoi Papegoien- s. Papagei , Papageien-.

papegoie

KöblerMnd

papegoie , M. Vw.: s. papegōie

papegôie(n)bôm

MNWB

papegoie·n·bom

papegôie(n)bôm (-bohm , pappegoyen- , papegoygen-) , papagôien- papengôien- (-boem) , papehôgen- (papehoygen-) , papegeyen- (-boem) , m. : S…

papegôienbrôder

MNWB

papegoie·n·broder

° papegôienbrôder (papegoeyen-) , m. ( Pl. -brö̂der [-broeder] ) : Angehöriger einer Schützengilde, der stat papegôienschütten unde -brö̂der…

(papegôien)gelt

MNWB

papegoie·n·gelt

° (papegôien)gelt , papengôien- (papenghogen-) , n. : Aufwendungen für die Ausrichtung des Schützenfestes (Grabow Lohgerber 2, 37).

papegôienkȫninc

MNWB

° papegôienkȫninc , m. (flekt. -g- ): Schützenkönig , dem p.-ge dô dê tôm dridden mâle den papegôien afgeschōten hadde (Hamb. KR 5, 335).

papegôienkrût

MNWB

papegoie·n·krut

° papegôienkrût , n. : eine Zierpflanze, Amarantus tricolor, „Symphonia, Comphaena” (Chytr.).

pape als Zweitglied (20 von 20)

altă̂rpāpe

MNWB

altar·pape

* altă̂rpāpe , m. , spöttische Bezeichnung für den messelesenden Priester (Reformationsliteratur) .

halfpāpe

MNWB

half·pape

halfpāpe , m. , 1. Student, angehender Geistlicher. 2. Studierter ohne höhere Weihen; — auch Schimpfwort. —

hūrpape

KöblerMnd

hūrpape , M. Vw.: s. hǖrepāpe

missepāpe

MNWB

misse·pape

missepāpe , °* mis- (Nic. Gryse), m. , Meßpfaffe , evangel. Spottwort für den Priester der gegen Honorar eine Messe liest. —

parrochpāpe

MNWB

° parrochpāpe (paroch-) , m. : einer christl. Gemeinde vorstehender Geistlicher der die kirchl. Amtsbefugnisse ausübt und für die Seelsorge …

pîlerpāpe

MNWB

piler·pape

pîlerpāpe , m. ( Pl. -n ) : untergeordneter Geistlicher der eine pîlermisse (s. d.) abhält, (in reformat. Polemik:) de ellenden unwēten p.n …

plattenpāpe

MNWB

platten·pape

° plattenpāpe , m. : (in reformat. Polemik:) tonsurierter Geistlicher, de wîle ich kê(i)n gesalveder p. wêre verbot hê mich (Meckl. Jb. 26, …

tîdepāpe

MNWB

tide·pape

° tîdepāpe , m. ( Pl. -n ) : (spöttisch:) Horenpriester , Priester der nur die Horen lesen kann, „ wat scholden doch drunkene chorschoͤlere …

vēgevü̑respāpe

MNWB

vēgevü̑respāpe , m. , Priester der die vēgevü̑resmisse (s. d.) abhält.