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Osterhase

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 7 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Osterhase

Osterhase

Ostern n. (oder Plur.) ältestes christliches Fest, das die im Neuen Testament berichtete Auferstehung Christi feiert. Die Herkunft der nur im Dt. und Engl. nachgewiesenen Bezeichnung ahd. ōstra, meist Plur. ōst(a)rūn (8. Jh.), mhd. ōster(e)n, ōster, mnd. ōsteren, aengl. Ēastre, Ēastro, gewöhnlich im Plur. Ēastron, engl. Easter ist unsicher. Knobloch in: Die Sprache 5 (1959) 27 ff. sieht hierin eine Ableitung mit dem Suffix ie. -tero-, die ebenso wie die Ausgangsform ie. *ā̌us-, *us- eigentlich ‘Morgenröte’ bedeute (also anders aufzufassen ist als die unter Osten, s. d., dargestellte Ableitung mit dem Suffix ie. -t(e)ro-). Es handele sich um eine Übersetzung von kirchenlat. Albae paschālēs, eigentlich die Osteroktav, d. h. die Festwoche für die Neugetauften, benannt nach den weißen Gewändern (lat. albae) der Täuflinge, vgl. lat. albus ‘weiß’, substantiviert alba f. ‘weißes Gewand’, kirchenlat. ‘Taufkleid’ sowie ‘liturgisches weißes Gewand des Priesters’, aber auch vlat. ‘Frühlicht, Morgendämmerung, Morgenröte’ (vgl. afrz. albe, aube, ital. span. alba, port. alva). Von da aus werde Albae (paschālēs) mit dem Plur. ahd. ōst(a)rūn, aengl. Ēastron wiedergegeben, wohl auch im Hinblick auf den in der Frühe stattfindenden Ostergottesdienst und die nach Osten gewandte Stellung der Täuflinge. Nicht aufrechtzuerhalten ist die alte Annahme, daß die Bezeichnung eines vorchristlichen Frühlingsfestes bzw. der Name einer germanischen Frühlingsgöttin (bei Beda, 6. Jh., Eostrae) auf das Kirchenfest übertragen sei. Für eine germanische Gottheit (bei J. Grimm Ostara) gibt es keinen Anhaltspunkt, so daß Bedas Eostrae nur als Deutungsversuch der Bezeichnung aengl. Ēastron angesehen werden kann. Die nhd. Form Ostern ist, wie Pfingsten und Weihnachten (s. d.), ein erstarrter Dativ Plur., der sich im 13. Jh. aus der präpositionalen Zeitbestimmung mhd. ze den ōstern entwickelt. – österlich Adj. ‘Ostern, das Osterfest betreffend, zu ihm gehörend’, ahd. ōstarlīh (9. Jh.), mhd. ōsterlich. Ostertag m., ahd. ōstartag (9. Jh.), mhd. ōstertac. Osterei n. gefärbtes, bemaltes Hühnerei (und dessen Nachbildungen), das zum Osterfest verschenkt wird; zuerst ‘zu Ostern abzulieferndes Zinsei’ (15. Jh.), als kirchlicher Osterbrauch seit Mitte des 16. Jhs. bezeugt. Osterhase m. (Ende 17. Jh.).
2290 Zeichen · 78 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    osterhasem.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    osterhase , m. hase, der nach dem kinderglauben die ostereier legt. Schm. 2 1, 1172. Staub-Tobler 1, 16 . vergl. Kuhn we…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Osterhase

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Osterhase , s. Ostergebräuche .

  3. modern
    Dialekt
    Osterhasem.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Oster-hase m. : 1. 'Hase, der angeblich den Kindern zu Ostern Eier legt', -has [verbr., Schandein Bav. IV,2 354 Krämer G…

  4. Spezial
    Osterhase

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Os|ter|ha|se m. (-n,-n) lou da Pasca m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit osterhase

3 Bildungen · 2 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von osterhase

osterhas + -e

osterhase leitet sich vom Lemma osterhas ab mit Suffix -e.

Zerlegung von osterhase 2 Komponenten

oster+hase

osterhase setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

osterhase‑ als Erstglied (2 von 2)

Osterhasennest

PfWB

oster·hasennest

Osterhasen-nest n. : ' aus Moos (Gras, Blumen, Heu) von den Kindern hergestelltes Nest, in das der Osterhase seine Eier legen soll ', Oschde…

osterhase als Zweitglied (1 von 1)

Klosterhase

Wander

kloster·hase

Klosterhase Wer einen Klosterhas erwischt, muss ihn in Busen stecken, sonst entrinnt er ihm wieder. – Klosterspiegel, 74, 13.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „osterhase". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/osterhase/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „osterhase". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/osterhase/pfeifer_etym. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „osterhase". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/osterhase/pfeifer_etym.
BibTeX
@misc{lautwandel_osterhase_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„osterhase"},
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