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ôrfingar

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EWA
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Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

ôrfingar

ôrfingarAWB m. a-St., vom 12. bis zum 15. Jh.
in Gl.: ‚kleiner Finger; auricularis‘ (mhd. ôr-
vinger st.m. ‚kleiner Finger‘, ält. nhd. ohr-
finger, ohrenfinger m. ‚dss.‘ [Dt. Wb. 13,
1262
], nhd. mdartl. schweiz. ōre[n]finger m.
‚dss.‘ [Schweiz. Id. 1, 864], schwäb. or[en]-
finger ‚dss.‘ [Fischer, Schwäb. Wb. 5, 77; 6, 2
Nachtr. 2729], rhein. ohrfinger m. ‚Ringfinger‘
[Müller, Rhein. Wb. 6, 374 f.]; ae. ēar[e]fin-
ger m. ‚kleiner Finger‘). Der Finger ist nach sei-
ner Funktion zum Säubern des Ohrs benannt
(vgl. auch Riecke 2004: 2, 205). Determinativ-
komp. mit subst. VG und HG. S. ôra, fingar. –
orgalaAWB f. ōn-St., Gl. 3,65,5 (12. oder 13. Jh.). 5/
6 (12. Jh.). 6 (15. Jh.). 7 (Anfang des 13. Jh.s).
215,18 (Hs. 12. Jh., Zeit des Gl.eintrags unbe-
kannt) und Gl. in Erlangen, Ms. 396 (Ende des
13. Jh.s): ‚Orgel; organum‘ (mhd. orgele sw.f.,
orgel st.f. ‚Orgel‘, nhd. Orgel f. ‚meist in
Kirchen aufgebautes, sehr großes Tasteninstru-
ment mit mehreren Manualen, einer Klaviatur
für die Füße und unterschiedlich großen Pfei-
fen, die Registern zugeordnet sind‘; mndd. or-
gel[e] m./f./n. ‚Orgel‘; mndl. orgale f. ‚Orgel‘,
orgel[e] f./n. ‚dss.‘; afries. orgel f.?/n. ‚dss.‘;
ae. orgele ‚dss.‘). Das Wort ist aus kirchen-
lat., mlat. organa, dem Nom.Pl. zu organum
‚Pfeifenwerk, Orgelwerk‘ entlehnt. Das -l- in
ahd. orgala ist durch Dissimilation von nn >
ln entstanden. S. organa. – Ahd. Wb. 7, 113;
Splett, Ahd. Wb. 1, 234. 687. 688; Köbler, Wb.
d. ahd. Spr. 846; Schützeichel⁷ 246; Starck-
Wells 452; Schützeichel, Glossenwortschatz 7,
203 f.
1614 Zeichen · 109 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    ôrfingarst. m.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    ôrfingar st. m. , mhd. ôrvinger, nhd. ohrfinger; ae. éar(e)finger ( vgl. auch Bosw.-T., Suppl. S. 171 ). — Graff III,528…

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Wortbildung

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Zerlegung von orfingar 2 Komponenten

orf+ingar

orfingar setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — orfingar kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

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Cotta, M. (2026). „orfingar". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/orfingar/ewa
MLA
Cotta, Marcel. „orfingar". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/orfingar/ewa. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „orfingar". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/orfingar/ewa.
BibTeX
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