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WWB
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Eintrag · Westfälisches Wb.

Ōm m.

Bd. 4, Sp. 423
Ōm m. [Münsterl SWestf Wie, sonst verstr.] 1.1. Onkel, Bruder der Mutter oder des Vaters. Oüme un Moüne (Tante) (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh). De Oihme is mey Pa wiäst (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BödefeldBö). ’n gudden Wallach un ’n gudden Öhm, de bünt wat wäärd up’n Hoff (WmWb). An unsen Öümen is kain Vergang unser Onkel hält sich gut (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@OlpeOl). Ick mott to Wilm van Om seggen ich bin WWB-Source:320:WilmsWilms Neffe (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr). — Ra.: Erst Öhmkes un dann Öhmkes Kinner wenn Kinder sich vordrängeln (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@WarendorfWd || mehrf.); zu Kindern, um sie zur Bescheidenheit zu ermahnen (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@DorstenDo). — 1.2. nicht verheirateter Onkel, der mit im Haus wohnt und dafür auf dem Hof arbeitet; Sorger auf dem Hof (KkWb). En Öhm maott faken daomett riäcken, datt ömm de junge Buer later väör de Schienpiepen trätt darum heiratet er wohl in späten Jahren (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa). — Phras.Vbdg.: Ōum anne Mǖern unverheirateter (jüngerer) Bruder des Hofbesitzers, der auf dem Hofe wohnt und mitarbeitet, Knechtarbeiten verrichtet (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh || mehrf.). — 1.3. (da der Ohm oft als Pate fungiert, auch) Pate. — 1.4. Großvater. — 2. für Kinder jeder, der nicht zu den nächsten Verwandten gehört (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenrheineAr). — 2.1. männl. Erwachsener. Gäv den Ȫme gaw ’ Hänneken! zu einem kleinen Kind (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe). Du büst mi en netten Öihmen! du bist mir der rechte (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@Gegend LüdenscheidLs). — 2.2. Mann, der sich nicht verheiraten will; unverheirateter Hausgenosse (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB). — 2.3. alter Mann (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@AssinghausenAh). — 3. IdW.: Här Oum (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe) Pfarrer [Kr. TecklenburgTek Bor]. — 4. (hilfloses, unmündiges) kleines Kind [Lippe]. ⟨Lautschriftliche Belege: ›Ō¹m(e)‹ [Kr. SteinfurtStf Kr. TecklenburgTek Kr. WarendorfWdf Bek], ›Ȫ¹m(e)‹ [Kr. TecklenburgTek Kr. BeckumBek Lst], ›Ō²m(e)‹ [Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel Isl], ›Ȫ²m(e)‹ [Kr. SoestSos Ennepe-Ruhr-KreisEnr Kr. IserlohnIsl Kr. MeschedeMes Kr. BrilonBri Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Olp]. — Laienschriftliche Belege: []Ōm(e) [WMünsterl Kr. MünsterMün Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel Bek], Ȫm(e) [WMünsterl Kr. SteinfurtStf Kr. CoesfeldKos Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel Kr. LüdinghausenLhs Kr. BeckumBek Kr. PaderbornPad Bür], Oim(e) [Kr. MünsterMün die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Hellweg Kr. IserlohnIsl KSauerl Alt], Aum(e) [die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Isl], Oum (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@AttendornAt), Äome (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@LimburgLb). — Pl.: ›Ȫ²men‹ (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@AttendornAt), ›Ȫ¹ms‹ (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@VorhelmVh), ›Ȫ²ms‹ (Kr. IserlohnIsl Ös)⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 6,359: Ohm IV; WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 9,366: Ōm¹; HnVwb 2,509: Oheim. Zus.:→ Bernhard~, Bril~, Būren~, Do²pe~, Eªrf~, Hǟre~, Pāden~, Piᵉt~.
3655 Zeichen · 144 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. * rekonstr.
    Indoeuropäisch
    om

    Idg. Etym. Wb. (Pokorny)

  2. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    omPräp.

    Köbler Afries. Wörterbuch

    om , Präp. Vw.: s. umbe

  3. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    ommhd. st. n.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    om mhd. st. n. ( vgl. auch Grimm, Dt. Gr. 3,709 ), nhd. ohm ( auch in der Bed. ‘ nichts ’, vgl. DWb. VII,1200 ). om: acc…

  4. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    OM

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    OM OME s. AM .

  5. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    om(-)

    Mittelniederdeutsches Wb. · +1 Parallelbeleg

    om(-) , omme(-) s. um(-), umme(-).

  6. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    om

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    om , s. DWB ohm .

  7. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Om

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Om , im indischen Opferritual das hochheiligste Wort, von vieler Symbolik umgeben, der Bedeutung nach unserm »Amen« zu v…

  8. modern
    Dialekt
    Omm.

    Lothringisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Om [ôm D. Si. ] m. Leichenwasser, blutiger Eiter. — lux. 313 Ôm; hess. N. 198 Om Eiter, ömen eitern. s. a. Am.

  9. Spezial
    om

    Ladinisch-Deutsch (Mischí)

    om [ọm] m. (omi) 1 Ehemann m., Gatte m. , Ehegatte m., Gemahl m. 2 (ël) Herr m., Mann m., Person f. ◆ om comané dala fom…

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Wortbildung

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