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oher

mnd. bis nhd. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MNWB
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3 in 3 Wb.
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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

oher n.

Bd. 2-2, Sp. 1169
1ôre, ö̂re (oere, ohre, are), ôr, ö̂r (oer, oor, ohr, oher), n. (st. u. sw.; Pl. -n ôre ôr): 1. Ohr, „auris auricula” (Voc. Strals. ed. Damme). — 1.1. (als Körperteil von Menschen und Tieren:) natü̂rlĩke de mensche heft twê ôgen twê ô.n twê handen twê vö̂ten (Veghe ? Wyng. 388); alsô lêt sik de bāre bedôren stak dat hö̂vet in ȫver de ô.n (RV V. 632), sik achter dem ô.n klouwen; (bei Krankheiten:) de wêdāge der ô.n, dēme de ô.n sûsen (Goth. Arzneib. 62); (bei Körperverletzungen:) de ô.n afsnîden, bî den ô.n tên, tô den ô.n slân, twischen den ô. dûwen, uppet ô. slân; (in Rdaen.:) de ô.n klouwen verprügeln, de ô.n wrîven ärgern, peinigen; (bei Strafen:) uppet ô. slân bestrafen, if ên dēme anderen stēlet an dēme dîke dat drîer scherf wert es dat gilt ȫm 1 ô. (Gbl. Magdebg. 6, 398), salmen ēme slân ên gat dörch dat lüchtere ô. unde hê vorswēre de stat (Wisbyer StR 72), ēm sit rê(i)de ên ô. an dem kâke dicht vor der Bestrafung stehen (Nd. Jb. 16, 36: Radbuch); den schalk hinder den ô.n (stēken) hebben schalkhaft sein (Nd. Reimchr. ed. Mante V. 104), dat rîmet sik wunderhüppisch glĩk êner vûst ant lüchter ô. und int rechter ôge nicht zusammenpassen (Nic. Gryse Spegel Ss 4v), dat ēn mit dem êrsten schōte de dāke ümme de ô.n stōven um die Ohren fliegen (Livl. Ub. II 2, 235); — (übertr.:) ohrenförmige Zipfel an der Kleidung, (als Kennzeichen der Prostituierten:) bî der junferen soldestû billĩk slâpen dê mit langen ô.n gân up der strâten (D. v. Soest 251), Zipfel der Narrenkappe, de ô.n heft unde klocken dãran den kêset men mēde in den rât (Narrenschyp 54), ên ô. ansetten zum Narren machen, ên ô. māken betrügen. — 1.2. (als Sinnesorgan:) dê ô.n heft te hö̂rende dê hö̂r (Köln. Bibel Matth. 11, 15), it en heft gê(i)n ôge gesiͤn noch ô. gehö̂ret (Veghe ? Lect. 565), dēme schȫlen de ô.n klingen/pîpen; (im erweiterten Sinne die kommunizierende Funktion betonend:) iuwe ô.n begrîpen mêre wen iuwe tunge (Leyen Doctr. ed. Ljunggren 135), tô der tucht schȫlen stân ēre ô.n unde nê(i)ne lȫgene entvân (Schachb. V. 688), ēr ô.n wêren betü̂net tēgen alle quâde tungen (Veghe ? Wyng. 194); (vor allem in geistl. Texten:) nê(i)ge tô ûseme bēde de ô.n dîner mildichê(i)t (Mante Geb. 26), dô dēde got up ēre ôgen unde de ô.n ērer sêle (Birgitta 26); (auch auf Gott bezogen:) ûse bēde sîn îdel unde unwērt den ô.n gōdes (Mante Geb. 10); (in Rdaen.:) dat ô. stoppen nicht zur Kenntnis nehmen, de ô.n uprichten aufmerksam werden, °de ô.n bî sîn hö̂vet leggen aufmerksam werden (Emder Jb. 15, 278: Josepe V. 756; ô.n vom Hrsg. konjiziert aus ôgen), in den ô.n tûten, in dat ô. blâsen einflüstern, in den ô.n liggen, ümme de ô.n gân bedrängen, ümme de ô.n slân Vorhaltungen machen. []2. Henkel, Griff, Aussparung im Griff zum Aufhängen, „ansa” (Dief. u. a.), „orificium aurificium” (Voc. Strals. ed. Damme), unde worpen dēme kelke ên ô. af (Josepe ed. Babucke 25), van dissem vȫrschrēven brande wêren geborsten de ô. an der ênen grôten klocken (Chr. d. d. St. 7, 403), ên ô. tô êner wāterkellen (Zs. Schl.-H. Gesch. 11, 204); — (Sprw.:) klê(i)ne kētele hebben ôk ô. (Prov. Comm. 11). Dimin.
3110 Zeichen · 116 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    oherN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    oher , N. Vw.: s. ōre (1)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Oher

    Deutsches Rechtswörterbuch

    Oher, n. ein Hohlmaß und Meßgefäß [wenn ein ... Rat ein Baum- oder sonst ein Firnsel einer Gemeinde zu einem] oher [eich…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit oher

15 Bildungen · 3 Erstglied · 12 Zweitglied · 0 Ableitungen

oher‑ als Erstglied (3 von 3)

ôhērde

MNWB

° ôhērde , m. (Gött. Stat. 101 und 258), * -hērder, m. (Zs. Schl.-H. Gesch. 7, 155), Unterhirt, Hirtenjunge (vgl. Schambach 14).

ōhērdegan

WWB

oher·degan

ō-hērde-gan V. Schweine hüten. — Ra.: Da kannst du met auergan zu einem, der ein stattliches Butterbrot hat ( die krfr. Städte Dortmund, Cas…

O. Hertw

Meyers

O. Hertw. , bei Tiernamen Abkürzung für Oskar Hertwig (s. d. 2).

oher als Zweitglied (12 von 12)

droher

BWB

-droher Band 4, Spalte 4,577

Anderswoher

Campe

anders·woher

Anderswoher , adv. von irgend einem andern Orte her. — der anderswoher kommt. Voß. Auch sagt man, wo anders her.

Bedroher

BWB

Bedroher Band 4, Spalte 4,577

Floher

PfWB

flo·her

Floher m. : 1. 'der wertvollste Klicker', Floucheʳ [ LA-Siebdg ]; vielleicht so genannt, weil dieser Klicker alle anderen im Spiel schlägt, …

hantschuoher

KöblerMhd

hantschuoher , st. M. Vw.: s. hentschuochære*

hentschuoher

BMZ

hentschuoher stm. handschuhmacher. Strassb. str. 109.

holzschuoher

Lexer

holz-schuoher stm. Dfg. 91 b . n. gl. 68 b . Fasn. 1163. 1456. Anz. 3,274. holz schuower Frankf. brgmstb. 1447 vig. V. p. Doroth.;

irgendwoher

GWB

irgend·woher

irgendwoher Getrenntschr (außer GWB B49,423,16 ) a aus einer beliebigen Richtung Bei .. bedecktem Himmel erscheint .. in .. entoptischen Glä…