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oftmalig

nhd. bis GWB · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

oftmalig

oftmalig

oft Adv. ‘häufig, viele Male nacheinander’, ahd. ofto ‘häufig, immer wieder’, auch ‘manchmal, bisweilen’ (8. Jh., vereinzelt ofta, 11. Jh.), mhd. oft(e), asächs. oft(o), otho, afries. ofta, ofte, aengl. engl. oft (wovon weitergebildet engl. often), anord. opt, schwed. ofta, dän. ofte, got. ufta ‘häufig, oft’ setzen germ. *uftō und *ufta voraus. Die Herleitung dieser germ. Formen ist jedoch unsicher. Vielleicht sind in ihnen Ableitungen von dem bei 1ob Präp. (s. d.) dargestellten lokalen Adverb zu sehen, das sich (wie auf, s. d.) an ie. *upo, *up ‘unten an etw. heran, hinauf, über’ anschließt; dann wäre eine Ausgangsbedeutung ‘übermäßig, darüber hinaus’ zu vermuten. Nach einem anderen Erklärungsversuch könnten germ. *uftō, *ufta erstarrte Kasusformen eines untergegangenen Partizipaladjektivs sein, das sich mit aind. uptá- ‘geworfen, gestreut, gesät’, Part. Perf. von aind. vápati ‘streut, sprengt aus, wirft, sät’ (von ie. *u̯ep- ‘werfen, streuen’?), vergleichen läßt; in diesem Falle ginge der Sinn ‘häufig’ auf ‘dicht gestreut, dicht aufeinanderfolgend’ zurück. Im Dt. werden zu oft, das noch im 18./19. Jh. gelegentlich in der Variante ofte erscheint, der Komparativ ahd. oftōr (9. Jh.), mhd. nhd. (älter) ofter, nhd. öfter (15. Jh., bis ins 18. Jh. auch mit doppelter Steigerung öfterer) und der Superlativ mhd. nhd. (älter) oftest, nhd. öftest (15. Jh.) gebildet (vgl. aengl. oftor, oftost, anord. optarr, optast); öfter verliert aber weitgehend seinen komparativischen Inhalt und steht meist (wie oft) für ‘häufig, mehrmals’. Bei oft findet sich bis ins 18. Jh. vereinzelt, bei öfter dagegen bis heute nicht selten auch adjektivische Verwendung. – öfters Adv. ‘häufig, mehrmals, manchmal’ (17. Jh., anfangs daneben ofters), hervorgegangen aus der Genitivform von öfter (s. oben). oftmals Adv. ‘häufig, oft’ (16. Jh., im älteren Nhd. auch oft(er)mal(en), oftermals); dazu oftmalig Adj. ‘häufig, mehrmalig’ (17. Jh.).
1932 Zeichen · 74 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    oftmaligadj.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    oftmalig , adj. im 18. jh. aus oftmal gebildet: oftmahlig frequens, creber Denzler 217 a , oftmahlich Aler 1496 b ; oftm…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    oftmalig

    Goethe-Wörterbuch

    oftmalig einmal -mahlig häufig (vorkommend, stattfindend) mit Herrn [ AL ] Hirt hegen wir [ die ‘Weimarer Kunstfreunde’ …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit oftmalig

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Ableitung von oftmalig

oftmal + -ig

oftmalig leitet sich vom Lemma oftmal ab mit Suffix -ig.

Zerlegung von oftmalig 2 Komponenten

oft+malig

oftmalig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — oftmalig kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

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APA
Cotta, M. (2026). „oftmalig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/oftmalig/pfeifer_etym
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Cotta, Marcel. „oftmalig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/oftmalig/pfeifer_etym. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „oftmalig". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/oftmalig/pfeifer_etym.
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