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Ösel

mnd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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5 in 5 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Ösel

Bd. 15, Sp. 157
Ösel, russ. Insel in der Ostsee, vor dem Eingang des Rigaischen Meerbusens (s. Karte bei »Livland«), wird durch den Kleinen Sund von der Insel Mohn, durch eine 36 km breite Meerenge von Kurland und durch den Sölasund von der Insel Dagö getrennt, hat 2617,9 qkm (47,5 QM.) Flächeninhalt und bildet mit Mohn, Abro, Runo und einigen andern Eilanden den Öselschen Kreis der Provinz Livland. Die Oberfläche ist eben, zum Teil bewaldet. Der Boden besteht aus mit Ton gemischter Kalkerde, die stellenweise eisenhaltigen Schlamm enthält. Die Küste ist hoch und hat am Nord- und Westufer zahlreiche Vorgebirge. Bewässert wird Ö. von mehreren Seen und zahlreichen kleinen Bächen. Das Klima ist gesund und milder als auf dem benachbarten Festland. Man baut alle Kornarten, Flachs, Hanf und Wurzelgewächse. Die Pferde (»Öselsche Klepper«) sind sehr klein, aber ausdauernd. Die fast sämtlich protestantischen Einwohner (1897 im Kreis Ö. 61,212) gehören mit Ausnahme des Adels, der Geistlichkeit und der Bürger, die deutscher Abkunft sind, sowie einiger Schweden und Russen zur esthnischen Nation. Auf Ö. hat sich hier und da noch die Nationaltracht der Esthen rein erhalten. Hauptbeschäftigung der Landbewohner bilden Ackerbau, Viehzucht und Fischfang. Die einzige Stadt der Insel ist Arensburg (s. d.). – Seit 1559 durch Kauf von dem Bischof dänische Provinz, 1645 schwedisch, kam Ö. 1721 mit Livland an Rußland.
1401 Zeichen · 22 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ²ö̂seln.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    2 ö̂sel , össel , n. : Hohlmaß, Nössel, twê ö̂.en dat is ê(i)ne halve mâte edder spint (Bugenhagen-Bibel Apoc. 6), 1 stȫ…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    öselm.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    ösel , m. glimmende asche Hübner naturlex. 1303 . Frisch 2, 34 c ; glimmende schnuppe am docht ebenda und Richey 178 : d…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Oesel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Oesel , russ. Insel vor dem Rigaer Meerbusen, 47 QM. groß mit 46000 E., die von Ackerbau, Viehzucht und Fischerei leben.…

  4. modern
    Dialekt
    Ösel

    Rheinisches Wb.

    Ösel = Öse (s. d.);

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit oesel

12 Bildungen · 5 Erstglied · 7 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von oesel

oe + -sel

oesel leitet sich vom Lemma oe ab mit Suffix -sel.

oesel‑ als Erstglied (5 von 5)

Oeselbrett

MeckWB

oesel·brett

Oeselbrett n. Brett unter dem Dachvorsprung, nur bei Endl.-Folk. 124 angeführt. Me. 3, 922.

ö̂selken, össelken

MNWB

ö̂selken, össelken, n. : Hohlmaß, kleine Flüssigkeitsmenge. ö̂selput, össelkenneken, -mâte

Oeselleck

MeckWB

oesel·leck

Oeselleck n. Tropfenfall am Dach Ha Mor ; Endl.-Folk. 124. Me. 3, 922.

ö̂selput

MNWB

oesel·put

*° ö̂selput , m. ( Pl. -te ) : Krug der ein Achtel Maß faßt (Hamb. KR 1574).

Oeselschof

MeckWB

oesel·schof

Oeselschof Pl. -schöw m. die untersten Strohbündel, mit denen das Dachdecken begonnen wird: Aeselschöfe die Bort- oder Saumschöfe Behr. Land…

oesel als Zweitglied (7 von 7)

Schnösel

RDWB1

Schnösel m пижон, умник презр. , задавака разг. , грамотей презр.

krösel

DWB

kro·esel

krösel , ein werkzeug der glaser, fügeeisen ( s. dort genaueres ), auch kröseleisen, kröser ( s. 2). als geschlecht gibt Campe n., aber wol …

Modd'pœsel

MeckWBN

Wossidia Modd'pœsel m. schmutziger Mensch: Modd'päsel Wa.

stö̂sel

MNWB

sto·esel

° stö̂sel Werkzeug zum Stoßen (Reval ält. KR. 19).

unnösel

BMZ

unn·oesel

unnösel adj. unschädlich. vgl. Gr. 2,103. Brem. wb. 5,151, u. teutonista.