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öfters

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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8 in 8 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

öfters

öfters

oft Adv. ‘häufig, viele Male nacheinander’, ahd. ofto ‘häufig, immer wieder’, auch ‘manchmal, bisweilen’ (8. Jh., vereinzelt ofta, 11. Jh.), mhd. oft(e), asächs. oft(o), otho, afries. ofta, ofte, aengl. engl. oft (wovon weitergebildet engl. often), anord. opt, schwed. ofta, dän. ofte, got. ufta ‘häufig, oft’ setzen germ. *uftō und *ufta voraus. Die Herleitung dieser germ. Formen ist jedoch unsicher. Vielleicht sind in ihnen Ableitungen von dem bei 1ob Präp. (s. d.) dargestellten lokalen Adverb zu sehen, das sich (wie auf, s. d.) an ie. *upo, *up ‘unten an etw. heran, hinauf, über’ anschließt; dann wäre eine Ausgangsbedeutung ‘übermäßig, darüber hinaus’ zu vermuten. Nach einem anderen Erklärungsversuch könnten germ. *uftō, *ufta erstarrte Kasusformen eines untergegangenen Partizipaladjektivs sein, das sich mit aind. uptá- ‘geworfen, gestreut, gesät’, Part. Perf. von aind. vápati ‘streut, sprengt aus, wirft, sät’ (von ie. *u̯ep- ‘werfen, streuen’?), vergleichen läßt; in diesem Falle ginge der Sinn ‘häufig’ auf ‘dicht gestreut, dicht aufeinanderfolgend’ zurück. Im Dt. werden zu oft, das noch im 18./19. Jh. gelegentlich in der Variante ofte erscheint, der Komparativ ahd. oftōr (9. Jh.), mhd. nhd. (älter) ofter, nhd. öfter (15. Jh., bis ins 18. Jh. auch mit doppelter Steigerung öfterer) und der Superlativ mhd. nhd. (älter) oftest, nhd. öftest (15. Jh.) gebildet (vgl. aengl. oftor, oftost, anord. optarr, optast); öfter verliert aber weitgehend seinen komparativischen Inhalt und steht meist (wie oft) für ‘häufig, mehrmals’. Bei oft findet sich bis ins 18. Jh. vereinzelt, bei öfter dagegen bis heute nicht selten auch adjektivische Verwendung. – öfters Adv. ‘häufig, mehrmals, manchmal’ (17. Jh., anfangs daneben ofters), hervorgegangen aus der Genitivform von öfter (s. oben). oftmals Adv. ‘häufig, oft’ (16. Jh., im älteren Nhd. auch oft(er)mal(en), oftermals); dazu oftmalig Adj. ‘häufig, mehrmalig’ (17. Jh.).
1932 Zeichen · 74 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Öfters

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Öfters , adv. von dem vorigen Beyworte, welches für öfter, mehrmahls, mehr als Ein Mahl, nur im gemeinen Leben üblich is…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    öfters

    Goethe-Wörterbuch

    öfters auch -ff-; gelegentl ‘offters’ zB DjG 3 5,394,10 ; einmal ‘allzuöfters’ 50,434 wie ‘öfter’ a; auch neben anderen …

  3. modern
    Dialekt
    öfters

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    öfters [èftrs Hf. ] Adv. oft. Nit ö.

  4. Spezial
    öfters

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    öf|ters adv. 1 (oft) sovënz 2 (manchmal) datrai, val’iade 3 (wiederholt) plü iadi, plü otes, tres indô.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit oefters

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Zerlegung von oefters 2 Komponenten

oft+ers

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