lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Odin

GWB bis spez. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
4 in 4 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
5
Verweise raus
7

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Odin

Bd. 14, Sp. 905
Odin (nord. Odhinn, althochd. Wuotan, sächs. Wodan), ein allen germanischen Völkern gemeinsamer Gott, dessen Kultus jedoch erst ziemlich spät von den istwäischen Franken zu den übrigen Stämmen sich verbreitete. Nach der nordischen Mythologie ist er der Herrscher über Himmel und Erde, der Gott des Krieges, insbes. des Sieges, und nimmt die gefallenen Helden in seinem himmlischen Palast Walholl auf; der Erfinder der Runen und damit jeglicher Wissenschaft sowie der Weissagung und der Dichtkunst, der Einführer der Opfer, der Gesetzgeber, der Kenner der Religionsgeheimnisse, überhaupt der weiseste unter den Asen, seitdem er aus Mimirs Brunnen getrunken, wofür er (nach der ältern Edda) ein Auge zum Pfand einsetzen mußte, weshalb er einäugig erscheint (s. Mimir). Von ihm und seiner Gemahlin Frigg (s. d.) stammt das Asengeschlecht (daher sein Name Alfadir). Von seiner prächtigen Fensterbank Hlidhskjalf aus überschaut er die ganze Welt. Seine Raben Hugin (»Gedanke«) und Munin (»Gedächtnis«) fliegen jeden Tag über das Erdenrund und bringen ihm Nachricht von allem, was sie wahrgenommen. Zwei Wölfe, Geri und Freki, verzehren in Walholl alle dem O. vorgesetzten Speisen, während er selbst nur Wein genießt. O. ist auch der Besitzer des achtfüßigen Hengstes Sleipnir, des Speers Gungnir und des Armrings Draupnir. O. geht zugleich mit der Welt unter, indem er mit dem Wolfe Fenrir kämpft und von diesem verschlungen wird (s. Götterdämmerung). Eine große Rolle spielt O. als Stammvater der nordischen Königsgeschlechter. Der spätere Euhemerismus (Snorri Sturluson) erklärte O. für einen klugen Menschen, der es durch Zauberkünste dahin gebracht habe, daß man ihn als einen Gott verehrte, und die Asen, deren Kultus O. im Norden eingeführt habe, als Asiaten. Vgl. Wodan.
1778 Zeichen · 26 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Odin

    Goethe-Wörterbuch

    Odin mythol: germanischer Hauptgott; mehrf ‘Vater O.’; einmal in vergleichendem Zshg [ Inhalt des Vafthrudnirsliedes der…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Odin

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Odin , s. deutsche u. nord. Mythologie .

  3. Spezial
    один

    Russ.-Dt. Übers. (ru-de)

    один eins, eine(-r, -s) один из молодый людей - einer der jungen Männer Ну что, ещё по одной? - Noch eine Runde? не один…

Verweisungsnetz

21 Knoten, 17 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 1 Kompositum 17 Sackgasse 3

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit odin

8 Bildungen · 7 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

odin‑ als Erstglied (7 von 7)

odinch

KöblerMnd

odinch , M., N. Vw.: s. ȫdinc

odingk

KöblerMnd

odingk , M., N. Vw.: s. ȫdinc

odink, odinge?

LW

odink, odinge? eine Art des Zehnten, d Kanon oder agrarischer Grundzins? Vgl. nodink.

одиночка

RDWB2

одиночка Sonderling m ; Einzelgänger m ; sich abschotten umg. ; sich abkapseln umg он убеждённый одиночка - er ist ein Sonderling, er schott…

одинокий

RDWB2

одинокий einsam, allein Она живёт одиноко. - Sie lebt allein ausgegrenzt кто-л. чувствует себя одиноким (кого-л. не признают в определённой …

Odinstag

Campe

odin·stag

Odinstag , — es, Mz. — e , der Mittwoch. Oberlin.

odin als Zweitglied (1 von 1)

господин

RDWB2

господин ну вот что, господин хороший обращ. , фам. , прост. - also mein Werter / mein Teuerster

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „odin". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/odin/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „odin". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/odin/meyers. Abgerufen 20. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „odin". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/odin/meyers.
BibTeX
@misc{lautwandel_odin_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„odin"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/odin/meyers},
  urldate      = {2026-05-20},
}