Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
nuzziheit
2,147,19 (2. Drittel des 9. Jh.s). 254,21 (in 2
Hss., 9. Jh. und 3. Viertel des 11. Jh.s, beide
bair.). 300,25 (3. Viertel des 11. Jh.s, bair.).
396,55 (Hs. 2. Hälfte des 11. Jh.s, Zeit des Gl.-
eintrags unbekannt): ‚Benutzung, Gebrauch, Er-
trag, Gewinn, Nutzen; expensa, pretium ope-
rae, usus‘, nuzzi wuochares ‚Nutznießung; usus
fructum‘ (mhd. nütze st.f. ‚Nutzen‘, mdartl.
schweiz. nützi f. ‚dss.‘ [a. 1337] [Schweiz. Id. 4,
894]). Deadj. Abstraktum. S. nuzzi. – nuzzidaAWB f.
ō-St., Gl. 1,323,46 (10. Jh., alem.); 2,33,13 (Hs.
Ende des 10. Jh.s, Zeit des Gl.eintrags unbe-
kannt); 4,339,11 (11. Jh., rheinfrk.) und Gl. in
Paris, lat. 3816 (11. Jh., alem. oder rheinfrk.;
vgl. Tiefenbach 1977: 29, 3), in NMC, Nps,
Npg und Npw: ‚Gebrauch, Nutzen, Wert; mo-
mentum, usus, utilitas‘, zi nuzzido ‚zum Nutzen
(von); servituti‘. Deverbale oder deadj. Ab-
straktbildung mit dem Fortsetzer des Suff. ur-
germ. *-iþō-. S. nuzzen, nuzzi, -ida. – nuzziheitAWB
f. i-St., nur Npg: ‚Nützlichkeit; utilitas‘ (mhd.
nutzheit st.f. ‚Nutzen‘; mndd. nuthēit f. ‚Nut-
zen, Nützlichkeit, Nutznießung‘, nuthēit unde
vrōmen ‚Nutzen und Gewinn‘; mndl. nutheit,
nuthede f. ‚Nutzen, Vorteil, Nützlichkeit‘). De-
adj. Bildung. S. nuzzi, heit. – Ahd. Wb. 6,
1447 f.; Splett, Ahd. Wb. 1, 672; Köbler, Wb. d.
ahd. Spr. 848; Schützeichel⁷ 243; Starck-Wells
447; Schützeichel, Glossenwortschatz 7, 157.