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nusta

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EWA
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Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

nusta

nuskilAWB n./m. a-St., seit der 2. Hälfte des
9. Jh.s in Gl.: ‚Schnalle, Spange, Fibel, Schlau-
fe, Schlinge, Häkchen, Kollier; amphibalum,
concatenatica, concatenatio, fibula, lacinia, li-
gatura pallii, monile, rediculum, spinter‘ (mhd.
nüschel, nuschel st.m. ‚Spange, Schnalle, die
den Mantel um den Hals festhält‘, nhd. mdartl.
schweiz. nüschel m. ‚[lederner] Schnürsenkel‘
[Schweiz. Id. 4, 835]; as. [oder ahd.] nuskil m.
a-St. ‚Spange; spinter‘ in Gl. 4,209,12 [1. Drit-
tel des 11. Jh.s], mndd. nüschel ‚Halskette‘;
mndl. nuschel ‚Spange, Brosche‘). Diminutiv-
bildung mit dem Fortsetzer des Suffixes ur-
germ. *-ila-. S. nuska, -il. – nuskilaAWB f. ō(n)-St.,
seit dem 1. Drittel des 11. Jh.s oder dem 12. Jh.
in Gl.: ‚Schnalle, Spange, Häkchen, Fibel, Be-
satz; fibula, lacinia, perpendiculum‘ (as. [oder
ahd.] nuskila f. ō-St. ‚Spange, Besatz; laci-
nia‘). Diminutivbildung mit dem Fortsetzer
des Suff. urgerm. *-ilō-. S. nuska, -il. – nuskilachannus
kilachanAWB
n. a-St., im Abr (1,223,35 [Kb, Ra]):
‚Mantel, der mit einer Spange zusammenge-
halten wird; chlamys‘. Das VG nuski- des De-
terminativkomp. wird unterschiedlich erklärt:
Nach Splett, Ahd. Wb. 1, 509. 680 ist das VG
vom sw.v. I nusken gebildet, doch ist das Sim-
plexverb nicht sicher bezeugt und Komp. mit
einem Verbalst. im VG im Ahd. noch selten
(vgl. aber ahd. wezzistein ‚Wetzstein‘ : wez-
zen sw.v. I ‚wetzen, schärfen‘). Auch für die
im Ahd. Wb. 6, 1438 erwogene Vereinfachung
der Doppelkonsonanz in der Komp.fuge (*nus-
kil-lachan) scheinen Parallelfälle zu fehlen
(vgl. luzzillioht ‚Dämmerlicht‘ in Gl. 2,714,13).
Wahrscheinlich ist nuski- ein f. jō(n)-St., wie er
in as. nuskia ‚Spange‘ (Tiefenbach, As. Hand-
wb. 295) belegt ist (so bereits Gröger 1911:
§ 52). S. lachan. – nuskilînAWB n. a-St., seit dem
10. Jh. in Gl.: ‚Schnalle, (Metall-)Spange, Span-
ge als mondförmiges Schmuckstück, Fibel; bul-
la, fibula, lunula, spinter‘ (mhd. nüschelîn st.n.
‚kleine Spange, Schnalle‘; as./mndd. nuskulîn
n. a-St. ‚kleine Brosche; lunula‘ in Gl. 3,722,41
[2. Hälfte des 12. Jh.s]). Diminutivbildung. S.
nuska, -ilîn. – nustaAWB f. ō(n)-St., seit Ende des 8./
Anfang des 9. Jh.s in Gl. und in NMC: ‚Schlau-
fe, Schlinge, Verbindung, Umfassung, Band;
ansa, ansula, brattea, nexio, nexus‘ (vgl. aisl.
nisti, nist n. ‚Heftnadel‘ < urgerm. *nest-ii̯a-,
aisl. nest f. ‚Nadel, Spange‘ < urgerm. *nast-
ii̯ō-). Wie ahd. nuska (s.d.) gehört auch ahd.
nusta zur Wz. vorurgerm. *Hnedh- und setzt
schwundstufiges *Hdh-táh2- fort (vgl. Krahe-
Meid 1969: 3, § 128, 2 [S. 166]). S. nuska, nast-
eid. – Ahd. Wb. 6, 1436 ff.; Splett, Ahd. Wb. 1,
509
. 680; Köbler, Wb. d. ahd. Spr. 837; Schütz-
eichel⁷ 242; Starck-Wells 446. 447; Schützei-
chel, Glossenwortschatz 7, 151 ff. – Heyne 1899–
1908: 3, 344 und Anm. 62; LM 4, 427–430;
RGA² 8, 412 ff. (Sprachliches 412).
2924 Zeichen · 140 Sätze

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    Althochdeutsch
    nustast. sw. f.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    nusta st. sw. f. ; vgl. an. nist, nisti. — Graff II,1106. nusta: nom. sg. Beitr. (Halle) 86,397,141 ( Wolf. Wiss. 50, 9.…

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þjōnusta

KöblerAn

þjōnusta , F. Hw.: s. þjōnasta ÜG.: lat. ministerium, officium L.: Vr 614a