Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
nothnunft f.
nothnunft , f. 1 1) ahd. nôtnumft, mhd. nôtnumft, nôtnunft, nôtnuft, nôtnust, gewaltsamer raub ( s. nunft), besonders gewaltsame entführung und nothzucht. Lexer 2, 112 . J. Grimm in der zeitschr. für deutsches recht 5, 1—29 ; das wort kommt noch oft vor in weisth. des 15. jh. ( österr. weisth. 1, 44, 12. 333, 11. 6, 309, 34) und auch sonst in der rechtssprache bis ins 16. jh., s. Schm. 2 1, 1745. 2 2) später bedeutet es mit dem synonymen nothzwang die oberherrliche gewalt eines landesfürsten, die unterthanen im nothfalle zu auszerordentlichen diensten zu zwingen ( Zedler 24, 1459 ), ist aber a…