Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
nemelîch adj.
1. namentlich bestimmt. gelobet ein man deme andern ze geldene ûf einen nemelîchen tag kulmer stadtr. 3,123 mehrmals (vgl. die lesarten). ebenso das. 4,24. bî nemelîcher vrist das. 4,85. vgl. vornemelîch u. Schmeller 2,692.
2. mit best. art. oder pron. derselbe (der eben bestimmte, genannte). daʒ er uns daʒ nemelîch hûs in unser gewalt bevolen hât Höfer, urk. s. 109, unten. wan dise nemelîche want (wäre diese wand nicht gewesen), die reine wære iesâ zehant fürbaʒ geloufen Diut. 1,413. er iesch die ritter alle dar in dirre namelîchen schar das. 1,433.
3. berühmt. die namelîchsten unde fürnembsten Geiler, bei Scherz 1110.