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Neckar

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Neckar

Bd. 14, Sp. 491
Neckar (bei den Römern Nicer, Nicarus und Nicerus), rechtsseitiger Nebenfluß des Rheins im südwestlichen Deutschland, entspringt bei Schwenningen im württembergischen Schwarzwaldkreis in der sogen. Baar, 697 ü. M., fließt zuerst in nördlicher Richtung nach Sulz, wo er Württemberg verläßt, um durch Hohenzollern wieder dahin zurückzukehren, bildet von Kochendorf bis Gundelsheim die Grenze gegen Baden, durch strömt dann Baden in westlicher und nordwestlicher Richtung, tritt unterhalb Heidelberg in die Ebene des Rheintals und mündet, 84 m ü. M., bei Mannheim. Der direkte Abstand der Mündung von der Quelle beträgt nur 165, die Stromentwickelung 397 km, das Stromgebiet 12,416 qkm (225,5 QM.). Die bedeutendsten Zuflüsse sind auf der linken Seite: die Eschach, Glatt, Ammer, Aich, Kersch und der Nesenbach, vor allen aber die Enz, die ein kleines Flußgebiet für sich bildet, ferner die Zaber, der Leinbach und die Elsenz; auf der rechten (von der Alb): die Prim, Schlichem, Eyach, Starzel, Steinlach, Echatz, Erms, Lauter, Fils, Rems, Murr, Kocher und Jagst, Elz und Itter. Das Bett des Flusses liegt teils in Muschelkalk, teils in Keupersandstein und unterscheidet sich dadurch wesentlich von den Schwarzwaldtälern. Das Gebiet des Neckars und seiner Nebenflüsse ist reich an Getreide, Obst und Wein. Von Rottenburg an begleiten Weinberge fast ununterbrochen den Lauf des Flusses; im untern Tale reisen Mandeln, Quitten und Aprikosen in großer Menge. Der Charakter des Tales ist im ganzen mild und freundlich, besonders die an Burgruinen reiche Gegend von Heilbronn bis Heidelberg. Die bedeutendsten Städte am N., meist wichtige Fabrik- und Handelsplätze, sind: Rottweil, Tübingen, Eßlingen, Kannstatt, Marbach, Besigheim, Heilbronn, Wimpfen, Eberbach, Heidelberg und Mannheim. Die Schiffahrt auf dem obern N. (bis Horb) wurde zu Anfang des 18. Jahrh. durch die Herzoge von Württemberg hergestellt; der mittlere und untere Lauf, namentlich von Heilbronn an, war von alters her schiffbar und die Schiffahrt auf demselben frei. Der N. ist von Rottweil an flößbar, von Kannstatt an auf 188 km für kleinere Fahrzeuge, von Heilbronn an auf 115 km für Dampfboote schiffbar. Er bildet die Hauptwasserstraße für den Handel Württembergs. Die Schiffahrt geschieht jetzt nur mit Segelschiffen, doch besteht zwischen Heilbronn und Mannheim auch eine Kettenschleppschiffahrt mit Dampfbetrieb. Von Mannheim gingen 1903 stromaufwärts 1562 beladene Schiffe mit 114,000 Ton. Ladung; es kamen an stromabwärts 2528 Schiffe mit 197,000 T. Ladung; außerdem 84,000 T. Floßholz. Bei der Bergfahrt werden namentlich Steinkohlen und Zuckerrüben, bei der Talfahrt Bau- und Nutzhölzer und Hafer verladen. Außerdem ist die Holzflößerei (mit dem Stapelplatz Mannheim) sehr wichtig. Vgl. Huber, Zur Frage der Einrichtung eines Großschiffahrtsweges auf dem N., Mannheim-Eßlingen (Denkschrift, Stuttg. 1900).
2880 Zeichen · 33 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    NeckarM.=ON

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    Neckar , M.=ON Vw.: s. Nekkar*

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    neckar

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    neckar , s. necker .

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Neckar

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Neckar (den späteren Römern als Nicer bekannt), rechter Nebenfluß des Rheins, entspringt 2150' über dem Meere auf einer …

  4. modern
    Dialekt
    Neckar

    Südhessisches Wörterbuch

    Neckar Band 4, Spalte 947-948

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit neckar

42 Bildungen · 42 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

neckar‑ als Erstglied (30 von 42)

Neckaralm

SHW

Neckar-alm Band 4, Spalte 949-950

Neckarbad

SHW

Neckar-bad Band 4, Spalte 949-950

Neckareis

SHW

Neckar-eis Band 4, Spalte 949-950

Neckaresel

SHW

Neckar-esel Band 4, Spalte 949-950

Neckartor

SHW

Neckar-tor Band 4, Spalte 949-950

Neckarwind

SHW

Neckar-wind Band 4, Spalte 949-950

Neckarachtel

DRW

neckar·achtel

Neckarachtel, n. am Neckar gebräuchliches Achtelmaß ein neckar-achtel korn, heylbronner maaß gerechnet 1676 Moser,StaatsR. 30 S. 23 Faksimil…

Neckarau

Meyers

Neckarau , früher selbständiges Dorf, seit 1899 in Mannheim einverleibt. Hier Siege des Erzherzogs Karl über die Franzosen 18. Sept. und 2. …

Neckarberg

GWB

neckar·berg

Neckarberg pl für Höhenzüge des südlichen Teils der Schwäbischen Alb Stieg nach Hohenheim..Weite Aussicht nach den N-en T2,127,5 v 7.9.97 T2…

Neckar-Bischofsheim

Meyers

neckar·bischofsheim

Neckar-Bischofsheim , Stadt im bad. Kreis Heidelberg, Amt Sinsheim, am Krebsbach, Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Meckesheim-N. und der Eise…

Neckarbucht

GWB

neckar·bucht

Neckarbucht als Anlegeplatz am Fluß Neckar; bildhaft für Heidelberg (als Aufenthaltsort SBoisserées u seiner Kunstsammlungen) Bleibe doch in…

Neckarelz

Meyers

neckar·elz

Neckarelz , Flecken im bad. Kreis und Amt Mosbach, am Einfluß der Elz in den Neckar, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Heidelberg-Würzburg, M…

Neckarer

RhWB

Neckarer u. Neckrer Rheinschiff m.: Kahn vom Neckar.

Neckarfahrt

DRW

neckar·fahrt

Neckarfahrt, f. Frachtdienst auf dem Neckar, insb. für Wein oder Salz, auch als Frondienst all jar jarlichs ein neckherfart nach wein uff un…

Neckargartach

Meyers

Neckargartach , Dorf im württemberg. Neckarkreis, Oberamt Heilbronn, am Einfluß der Lein in den Neckar, über den eine 200 m lange, 1905 voll…

Neckargebirge

GWB

neckar·gebirge

Neckargebirge pl für die Gegend östlich des mittleren Laufs des Neckar Von Ludwigsburg..links sieht man die Neckargebürge. Man kommt nach Ko…

Neckargegend

GWB

neckar·gegend

Neckargegend pl ‘Rhein-, Main- und Neckargegenden’: für ein realisiertes od erwünschtes Reiseziel Goethes Herr und Frau von Savigny waren di…

Neckargemünd

Meyers

neckar·gemuend

Neckargemünd , Stadt und Luftkurort im bad. Kreis und Amt Heidelberg, am Einfluß der Elsenz in den Neckar, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien …

Neckargraf

DRW

neckar·graf

Neckargraf, m. Aufseher über die Fischerei im Neckar [die Fischerzunft wählt zwei] neckargrafen 1669 NArchHeidelb. 1 (1890) 229