Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
nacko
82,12 [Pa, Kb]. 230,21 [Ra]. 257,32 [Kb, Ra])
und weiteren Gl., später auch nackoAWB m. an-St.,
Gl. 3,52,13 (13./14. Jh.). 362,18 (12./13. Jh.,
mfrk.): ‚Gipfel, Scheitel, Haupt, Nacken, Hin-
terkopf; amizil [lingua ignota, Hildeg.], ca-
cumen, capitis, extrex, occiput, posterior pars
capitis, testa, testa capitis‘ <〈Var.: hn-; -hc,
-chc, -ch(-), -cch->〉. Formen mit erhaltenem anl.
h- finden sich im Abr. – Mhd. nac, -ckes st.m.,
nacke sw.m. ‚Hinterhaupt, Nacken‘, phras. den
nacken vür de ougen ziehen ‚blind machen,
verblenden‘, etw. zem nacken werfen ‚etw. auf-
geben, wegwerfen‘, jmdm. den nac / nacken ke-
ren ‚sich von jmdm. abwenden‘, nhd. Nacken
m. ‚hinterer Teil des Halses, Genick‘, phras.
den Schalk im Nacken haben ‚zum Scherzen
aufgelegt sein‘, jmdm. im Nacken sitzen ‚jmdn.
verfolgen, bedrängen‘. Zu mhd. genic, nhd. Ge-
nick s. u.