Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
murmul
8. Jh.s und 1. Viertel des 9. Jh.s im Abr (Kb,
Pa): ‚Marmor; marmor‘ <〈Var.: mur->〉. Die
Form mit -u- ist offenbar durch Lautan-
gleichung des -a- am nachfolgenden -u- auf-
gekommen. Das Wort ist aus lat. marmor n.
‚Marmor, Marmorstein‘ unter Dissimilation
entstanden (s. u.). – Mhd. marmel (neben mor-
mel, murmel, marwel, marbel, merbel) st.m.
‚Marmor‘, frühnhd. marmel m. ‚Marmor (als
Gesteinsmaterial), einzelner Marmorstein‘,
nhd. Marmel, Murmel, Marbel f. ‚kleine Kugel
(zumeist aus Glas) zum Spielen‘. Die Bed.-
verengung zu ‚Kugel zum Spielen‘ findet im
18. Jh. statt, als das ausl. -el von den Sprechern
als Diminutivsuffix reinterpretiert wurde. Da-
neben stehen die nicht dissimilierten Formen
mhd. marmer st.m. ‚Marmor‘, frühnhd. mar-
mor m. ‚Marmor (als Gesteinsmaterial), ein-
zelner Marmorstein‘, nhd. Marmor m. ‚weißes
oder farbiges, häufig mit Adern durchzogenes,
sehr hartes Kalkgestein‘.