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Motz

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Motz

Bd. 14, Sp. 197
Motz, Friedrich Christian Adolf von, preuß. Staatsmann, geb. 18. Nov. 1775 in Kassel aus einer alten Familie, gest. 30. Juni 1830 in Berlin, studierte in Marburg die Rechte, trat 1795 in den preußischen Staatsdienst und ward Landrat erst in Halberstadt, dann im Eichsfeld. Während der westfälischen Herrschaft auf seinem Gut Vollenborn lebend, trat er erst gegen ihr Ende als Direktor der direkten Steuern des Harzdépartements in den öffentlichen Dienst und ward Mitglied der Reichsversammlung. Nach dem Befreiungskrieg wurde er Vizepräsident, dann Präsident in Erfurt, 1820 provisorisch, 1824 definitiv Oberpräsident der Provinz Sachsen und 1825 Finanzminister. Indem er 1826 die Aufhebung der bisherigen Generalkontrolle der Finanzen erreichte, erhöhte er den Einfluß seines Amtes, vereinfachte trotz großer Schwierigkeiten das Finanzwesen und erzielte einen Überschuß der Einnahmen über die Ausgaben. Von besonderer Wichtigkeit für die Zollreform und die Entwickelung des Handels waren die Verträge, die er 1828 mit dem Großherzogtum Hessen, dann mit Anhalt und Sachsen-Koburg schloß, woraus der Zollverein erwuchs. Vgl. »F. Chr. A. v. M. Eine Biographie« (Erfurt 1832). – Sein Ururgroßvater, Johann Christian von M., geb. 1604 in Witzenhausen, gest. 1683 in Kassel, führte seit 1631 als Oberst das landgräflich hessische »Schwarze Regiment M.«, zeichnete sich 1631 bei Königstein, 1636 bei Hanau und 1644 bei Marienmünster aus. war 1647 bis 1650 Oberbefehlshaber der hessischen Truppen in dem als Pfand besetzten Ostfriesland und wurde danach Gouverneur von Kassel.
1571 Zeichen · 24 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    motz

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    motz , m. für mutz, s. d., allgemein etwas kurzes, verstümmeltes, verschnittenes. 1 1) bezogen auf den hammel: bair. mot…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Motz

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Motz , Friedrich Christian Adolf von , preuß. Staatsmann, geb. 18. Nov. 1775 in Kassel aus einer alten Familie, gest. 30…

  3. modern
    Dialekt
    Motz

    Schweizerisches Idiotikon · +3 Parallelbelege

    Motz Band 4, Spalte 614 Motz 4,614

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit motz

15 Bildungen · 14 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

motz‑ als Erstglied (14 von 14)

motzen

DWB

mot·zen

motzen , verb. zögern, langsam, träg sein. bairisch. Schm. 1, 1706 Fromm., wo auch motzeln, mötzeln; in Tirol motzen, zögern, langsam thun, …

Motzenblüte

PfWB

motzen·bluete

Motzen-blüte f. : ' Traubenblüte, die (infolge schlechten Wetters) nur vereinzelte, kümmerliche Beeren hervorbringt ', Motzebliet (modsəblīd…

motzen I

RhWB

motzen I -o- = überwältigen s. mutzen II;

Motzen II

RhWB

Motzen II -o- = Winkelzüge s. Mutzen II;

motzen III

RhWB

motzen III -o-, –ǫ- = schmollen s. mutzen III;

Motzert

LothWB

motz·ert

Motzert m. D. Si. Murrkopf, Schmoller. — lux. 293. s. d. vorige.

Motzger

Idiotikon

motz·ger

Motzger Band 4, Spalte 623 Motzger 4,623 o.

motzich

LothWB

motz·ich

motzich [motseχ D. Si. ; mutsiχ Fa. Fo. Ett. u. s.] adj. schmollend, schlecht aufgelegt, eigensinnig, dumm trotzig: e m. Gesiht mâchen D. Si…

motzig

DWB

mot·zig

motzig , adj. zu motz und motzen in mehreren bedeutungen. 1 1) in der sprache der bergleute kurz, abgestutzt: motzig, von gängen, im streich…

Motz II

RhWB

Motz II -o- = kurze irdene Pfeife s. Mutze;

Motz III

RhWB

Motz III -o- wirres Haar s. Mutz;

Motz IV

RhWB

Motz IV -o- Hund s. Mutz.

Motz Side

Meyers

motz·side

Motz Side (spr. ßaid'), Stadt in Lancashire (England), bei Manchester, zu dem ein Teil von M. gehört, hat eine gotische St. Edmundskirche (v…

Ableitungen von motz (1 von 1)

motze

Lexer

motze , mötze s. mütze, mutsche.