Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
morgenthau m.
morgenthau , m. thau der zur morgenzeit fällt: also ward alle widerwertigkait abgethon, zuo glicher wis, als der morgentow von der sunnen vertilggot wirt. Oeheim chron. von Reichenau 110, 9 ; wie ein tropf des morgenthawes, der auf die erden fellet. weish. Sal. 11, 23; die feuchtigkeit des morgen- und abendthaues halten die leibärzte für höchst schädlich. Göthe 14, 19 ; mein haar tropft vom morgenthau. Arnim Hollins liebeleben 74 Minor; dasz der nord, der weisze flocken sprüht, den morgenthau in reif verkehrt. Brockes 3, 263 ; sie singt entzückt in güldne saiten, indesz, vom morgenthau benetzt…